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z.B. 04.02.2026
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Bibliotheksöffnung und Workshop 14 - 17 Uhr

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 6. November 2025 - 14:00
Veranstalter: 
BLF-Bezirksgruppe Schwaben

Allgemeine Beratung, Leseübung/Lesehilfe, Internetforschung, Sterbebildscannen, genealogische Software

Art der Veranstaltung: 
Seminar, Workshop
Region/zuständiger BLF-Bereich: 
BLF-Bezirksgruppe Schwaben
Teilnehmerkreis: 
für BLF-Mitglieder; Gäste sind herzlich willkommen
Anmeldung: 
Anmeldung nicht erforderlich

Hybrid: Personenschifffahrt auf der Donau, historisch betrachtet

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 6. November 2025 - 19:00
Referent: 
Gabi Rudinger
Veranstalter: 
BLF-Bezirksgruppe Schwaben

Da Frau Rudinger selbst zahlreiche Auswanderer in ihrer Ahnenliste hat (ausgewandert auf der „Donaustraße“), interessierte sie sich für die Umstände und den Ablauf der Auswanderung. Zuerst sprach sie über die Bedeutung der Donau, der Hauptwasserstraße zur Zeit der österreichischen Monarchie. Die frühe Geschichte der Personenschifffahrt begann unter Kaiser Julian (331-363 n. Chr.). Die erste Erwähnung von Ulm und den Schiffsleuten auf der Donau stammt vom Chronisten Felix Fabri aus dem Jahr 1488/1489. Die Hautursachen der großen Auswanderungswelle 1622/1623 waren die allgemeine Not zu Beginn des 30jährigen Krieges. Ulm war rasch von der großen Zahl der Auswandernden überfordert. Das führte zu Lebensmittelknappheit, Eigentumsdelikten usw.

Die Referentin verlas u.a. ein Ratsprotokoll vom März 1623, dabei geht es um die Probleme durch die vielen „abfahrenden Leuten“, die die „Böckenläden“ leerkaufen. Weitere markante Ereignisse im 17. Jahrhundert waren die 2. Wiener Türkenbelagerung 1683, Missernten, Kriege und das 1. Impopulationspatent durch Leopold I. mit dem Ziel die entvölkerten Gebiete Ungarns wieder zu besiedeln. Es lockten niedrige Grundstückspreise, erblicher Hausbesitz, Recht auf freien Wegzug und mehrjährige Steuerfreiheit. Doch die hohe Zahl der Auswanderer im 18. Jahrhundert führte zu äußerst schwierigen Bedingungen. Es kam zu Hunger und Not, betteln um Brot und mancher, der noch Kraft und Möglichkeit hatte, kehrte ins Vaterland zurück. Im 18. Jahrhundert war der Höhepunkt der Personenschifffahrt auf der Donau, bedingt durch die starke Auswanderungs-bewegung. Geschätzt wanderten ca. 400.000 Personen aus. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts trat der Warentransport in den Vordergrund. Dieser erfolgte mit den „Ulmern Schachteln“, einfache Holzschiffe, die mit Moos „geschoppt“ wurden (Berufsbezeichnung Schopper), damit kein Wasser eindrang. Nach der Ankunft wurden die Schiffe demontiert, das Holz verkauft und die Besatzung reiste meistens auf dem Landweg zurück. 1837 ging das erste Dampfschiff auf die Reise, doch die wechselnden Wasserstände führten zu größeren Problemen. Die letzte Ulmer Schachtel legte am 27. April 1897 von Ulm ab.

Das nächste Kapitel befasste sich mit den praktischen Aspekten der Auswanderung. Um sich in Ungarn ansiedeln zu können, sollte man verheiratet sein – also war „Brautschau“ angesagt. Auf einem Auswandererschiff waren bis zu 250 Personen und die Reise dauerte mit Übernachtungen 8 bis 20 Tage. Man kann sich die hygienischen Zustände vorstellen, gegessen wurde meist auf dem Schiff. Die Verpflegung in den vorderen, teureren Zimmern war besser. Es war nicht ungefährlich auf dem Wasser zu reisen, z.B. durch neu entstandene Sandbänke nach Hochwasser, das führte immer zu Unglücken. 1770 zerschellte ein Floß mit Auswanderern im Strudengau (der gefährlichste Donauabschnitt) und es gab 300 Tote.

Die Schifferzunft in Ulm war gut organisiert. Die Schiffe wurden zügig gebaut (1745 wurden innerhalb von 3 Wochen 32 Schiffe für die Reise von Franz Stefan von Lothringen und Maria Theresia gebaut) und die Schiffsleute ausgebildet. Für die Meisterprüfung mussten Kenntnisse in Lesen, Schreiben und Rechnen sowie Fähigkeiten im Zurichten der Bretter und im Schiffsbau nachgewiesen werden. Erst danach durfte der Jungmeister ein Schiff von Ulm nach Günzburg steuern. Ein Schiffsmeister trug alle Kosten der Fahrt selbst, also Schiff und Löhne der Schiffsknechte. Zuletzt ging es um die Schiffstypen, nicht nur die Größe auch das Material variierte. Die Ulmer Schachtel hatte als typisches Merkmal eine Holzhütte in der Mitte der Zille mit zwei Räumen. Des weiteren gab es Hohenauer, Nebenbeys, Schwenner und Kehlhamer; diese Unterschiede erläuterte Frau Rudinger. Der Gütertransport flussaufwärts, genannt Gegentrieb, erfolgte meist mit Kehlheimern, mehrere aneinander gebunden, die mit bis zu 60 Zugpferden gezogen wurden (genutzt wurden Treppelpfade, mal steinig, mal matschig, heute dienen diese teilweise als Radwege). Dafür waren auch ca. 60 Personen mit unterschiedlichen Aufgaben (Vorreiter, Reiter, Erkundungsreiter und die Schiffsleute) benötigt. Bei guten Bedingungen schaffte man 30 Kilometer pro Tag. Für die Strecke Wien-Regensburg brauchte man 6-8 Wochen. Den Nachbau einer Ulmer Schachtel kann man in Baja/Ungarn besichtigen. Der Besuch des Donauschwäbischen Zentralmuseums in Ulm bietet einen guten Einblick in das Thema.

Aufzeichnung: 
Eine Aufzeichnung des Vortrags finden Sie auf dem youtube-Kanal des BLF.
Organisatorische Hinweise: 
Hybrid-Veranstaltung: findet vor Ort statt und wird online übertragen
Art der Veranstaltung: 
Vortrag, Referat
Region/zuständiger BLF-Bereich: 
BLF-Bezirksgruppe Schwaben
Teilnehmerkreis: 
für BLF-Mitglieder; Gäste sind herzlich willkommen
Anmeldung: 
Anmeldung nicht erforderlich
Teilnehmerzahl BLF-Mitglieder: 
10 Mitglieder
Teilnehmerzahl Gäste (Nichtmitglieder): 
1 Gast
Teilnehmerzahl gesamt: 
60 Teilnehmende

München: Die Mitmachprojekte der Bezirksgruppe Oberbayern und deren Präsentation im Internet

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 13. November 2025 - 18:00
Referent: 
Winfried Müller, stv. Leiter der Bezirksgruppe Oberbayern
Veranstalter: 
BLF-Bezirksgruppe Oberbayern

Seit einigen Jahren betreibt die Bezirksgruppe Oberbayern Mitmachprojekte (Crowdsourcing) mit dem Ziel, Daten für die Internet-Präsentation aufzubereiten und der Forschergemeinde bzw. den BLF-Mitgliedern zugänglich zu machen.

Hierzu gehören

Winfried Müller erläuterte die Ziele der einzelnen Projekte, gab einen kurzen Überblick über die Erfassungsarbeit und zeigte, wie die Daten auf blf-data.de - der Onlineplattform des BLF für genealogische Daten - zur Verfügung gestellt werden.

Art der Veranstaltung: 
Vortrag, Referat
Region/zuständiger BLF-Bereich: 
BLF-Bezirksgruppe Oberbayern
Teilnehmerkreis: 
für BLF-Mitglieder; Gäste sind herzlich willkommen
Anmeldung: 
Anmeldung nicht erforderlich

Bibliotheksöffnung und Workshop 14 - 17 Uhr

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 20. November 2025 - 14:00
Veranstalter: 
BLF-Bezirksgruppe Schwaben

Allgemeine Beratung, Leseübung/Lesehilfe, Internetforschung, Sterbebildscannen, genealogische Software

Die Bibliothek wurde genutzt, einige Sterbebildsammlungen gescannt, neben der Erläuterung der Grundlagen der Familienforschung ging es auch um Lesehilfe.

Art der Veranstaltung: 
Seminar, Workshop
Region/zuständiger BLF-Bereich: 
BLF-Bezirksgruppe Schwaben
Teilnehmerkreis: 
für BLF-Mitglieder; Gäste sind herzlich willkommen
Anmeldung: 
Anmeldung nicht erforderlich

Oberpfalz: Deutsche Einwanderung in/nach Chile

Veranstaltungstermin: 
Mittwoch, 3. Dezember 2025 - 18:30
Referent: 
Hans-Peter Alkofer
Veranstalter: 
BLF-Bezirksgruppe Oberpfalz
Art der Veranstaltung: 
Forscherstammtisch, Arbeitskreis
Region/zuständiger BLF-Bereich: 
BLF-Bezirksgruppe Oberpfalz
Teilnehmerkreis: 
für BLF-Mitglieder; Gäste sind herzlich willkommen
Anmeldung: 
Anmeldung nicht erforderlich

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