Verhörsprotokolle des Marktes Pförring für die Jahre 1616-1622, 1627-1628 und 1686-1694
Für Pförring bedeutete die Verleihung des Marktrechts im Jahre 1318 nicht nur das Recht, Märkte abhalten zu dürfen, sondern vor allem, die Niedergerichtsbarkeit ausüben zu können. Die Niedergerichtsbarkeit befasste sich in der Regel mit geringeren Delikten des Alltags, die mit Geldbußen oder leichteren Leibstrafen sühnbar waren; damit sind die kleinen Streitigkeiten der Bürger untereinander genauso gemeint wie die Protokollierung von Grundstücksgeschäften.
Das Korb'sche Sippenarchiv, aufgebaut von Gerhard Korb, einem Pionier der Familienforschung, war bisher im Stadtarchiv Regensburg untergebracht. Bereits vor dem 2. Weltkrieg sammelte er Familiendaten in einer Kartei. Diese 60.000 Karten wurden leider im Krieg zerstört. So begann er nach dem Krieg erneut mit der Datenerfassung. 93 Karteikästen wurden dem BLF zur Übernahme bzw. zum Kauf angeboten.
Unser Mitglied Karl-Heinz Bieletzki präsentierte bereits zwei Jahre nach der Vorstellung des Ortsfamilienbuches Trochtelfingen nun das Ortsfamilienbuch Goldburghausen (Gemeinde Riesbürg). Damit konnte eine weitere Lücke im engen Netz der Ortsfamilienbücher im Ries und angrenzenden Baden-Württemberg geschlossen werden.
Die Bezirksgruppe Schwaben des BLF hat in Kooperation mit der Eichendorff-Schule Haunstetten, dem Kulturkreis Haunstetten und dem Staatsarchiv Augsburg die Censurbücher, Schülerlisten der Werktagsschule und der Sonntagsschule digitalisiert. Zuerst gab es nur die Haunstetter Volksschule, später (nach dem 2. Weltkrieg) auch vereinzelte Hefte der Fröbel- und Pestalozzischule.
Herr Münsterer stellte die Bestände und die Suche nach Verehelichungs- und Ansässigmachungsakten (oft kurz Ehestands- oder Ansässigkeitsakten genannt) auf FamilySearch vor. Anschaulich erklärte er, warum diese Akten angelegt wurden und wie sie eng mit dem sogenannten Heimatrecht – einem zentralen Element der kommunalen Ordnung – verknüpft waren. Dabei zeigte er die Rechte und Pflichten auf, die mit dem Heimatrecht verbunden waren, und erläuterte, wie man dieses Recht erwerben oder verlieren konnte.
Winfried Müller, stv. Leiter der Bezirksgruppe Oberbayern
Seit einigen Jahren betreibt die Bezirksgruppe Oberbayern Mitmachprojekte (Crowdsourcing) mit dem Ziel, Daten für die Internet-Präsentation aufzubereiten und der Forschergemeinde bzw. den BLF-Mitgliedern zugänglich zu machen.
Im Stadtarchiv München werden die älteren Personenstandsbücher des Standesamts München, der später nach München eingegliederten Vororte sowie des Standesamtes Pasing archiviert:
Das Konzil von Trient hat vor über 450 Jahren mit dem „Tametsi“-Dekret die Grundlage für das Führen von Kirchenbüchern in der katholischen Kirche gelegt. Bis flächendeckend Taufen, Hochzeiten und Sterbefälle dokumentiert wurden, hat es ca. 100 Jahre gedauert. Trotzdem sind die Pfarrmatrikeln für lange Zeit die wichtigste Quelle für die Erforschung unserer Vorfahren.
Marion Menath-Bach, Archivamtfrau im Staatsarchiv München
Frau Menath-Bach stellte das Staatsarchiv München vor. Dabei umriss sie kurz die Aufgaben und die Organisationsform des Staatsarchivs. Frau Menath-Bach gab Informationen zur Geschichte des Staatsarchives (StA), Notariatsarchives und dessen Aufgaben. Danach ging sie ausführlich auf die für die Familienforschung interessanten Quellen ein und zeigte am Beispiel einer Familie über mehrere Generationen, welche Informationen sich hier finden lassen. Schwerpunkt waren dabei die Quellen im 19. Jahrhundert.
Neues Ortsfamilienbuch von Oberdolling mit Hagenstetten und Unterdolling sowie ab 1876 mit Harlanden und St. Lorenzi, 1612 – 1903
Unser Mitglied Marco Leitl hat zu den Familien in Oberdolling (inkl. Unterdolling und Hagenstetten) für den Zeitraum von 1612 bis 1903 ein Familienbuch verfasst.