Nachlass-/Erbrechtsregister

Beschreibung: 

Das Staatsarchiv München hat in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesverein für Familienkunde e.V. (BLF) ein Crowdsourcing-Projekt gestartet.

Ziel ist es, die Nachlass-/Erbrechtsregister, die im Staatsarchiv München lagern, digital zu erfassen und im Internet zur Verfügung zu stellen.

Für Nachlass- und Teilungssachen wird bei den Amtsgerichten ein Erbrechtsregister geführt, und zwar chronologisch (jahrgangsweise). Es beinhaltet im Wesentlichen die persönlichen Daten des Erblassers (Name, Wohnort, ggf. weitere Angaben, z.B. Beruf/Stand) sowie den Verweis auf die zugehörige Akte, die den Schriftverkehr enthält. Nach Ablauf der Aufbewahrungsfristen geben die Amtsgerichte die Akten sowie die Registerbücher an das zuständige Staatsarchiv ab. Da bislang kein alphabetisches Verzeichnis zu den Erbrechtsfällen besteht, muss man, um eine Nachlassakte zu finden, erst die Registerbücher durchforsten und kann dann, mit der dort angegebenen Registernummer, die Akte zur Einsichtnahme anfordern. Durch die digitale Erfassung der Register soll die Zugänglichkeit der archivierten Unterlagen, z. B. für Familienforscher, verbessert werden.

Zunächst werden die Registerbände der Amtsgerichtsbezirke München (vom Jahrgang 1939 rückwärts, bis ins frühe 19. Jahrhundert) und Schrobenhausen (Jahrgänge 1915-1953) bearbeitet: 

  • Der Amtsgerichtsbezirk München umfasst heute die kreisfreie Stadt München und den angrenzenden Landkreis München. Die jüngeren Registerbände enthalten ca. 5000 Einträge pro Jahr.
  • Der ehemalige Amtsgerichtsbezirk Schrobenhausen bestand von 1879 bis 1973. Er umfasste die Gemeinden Adelshausen, Alberzell, Aresing, Berg im Gau, Brunnen, Deimhausen, Diepoltshofen, Edelshausen, Freinhausen, Gachenbach, Gerolsbach, Grimolzhausen, Hirschenhausen, Hohenried, Hohenwart, Hörzhausen, Klenau, Klosterberg, Koppenbach, Langenmoosen, Lauterbach, Malzhausen, Mühlried, Peutenhausen, Pobenhausen, Rettenbach, Sandizell, Sattelberg, Schrobenhausen, Seibersdorf, Singenbach, Steingriff, Strobenried, Volkersdorf, Waidhofen, Wangen, Weichenried, Weilach und Weilenbach. Die Register beinhalten ca. 200 Einträge pro Jahr.

Das Kooperationsprojekt läuft so, dass das Staatsarchiv die Scans der Register zur Verfügung stellt; der BLF organisiert die manuelle Offline-Erfassung mittels freiwilliger Mitarbeiter. Die Erfassungsergebnisse werden später sowohl beim Staatsarchiv als auch beim BLF in durchsuchbarer Form online gestellt.

Wir laden alle Familienforscher und sonstigen Interessenten herzlich ein, das Projekt zu unterstützen und sich an der Datenerfassung zu beteiligen. Weitere Angaben (auch beispielhafte Abbildungen von Register-Seiten) finden sie in der beigefügten PDF-Datei.

Ansprechpartner: 
  • Für weitere Erläuterungen steht Ihnen Winfried Müller (E-Mail: oberbayern@blf-online.de) gerne zur Verfügung.
  • Für das Amtsgericht Schrobenhausen koordiniert Anna Probst die Erfassungsarbeit.
Bemerkungen: 
Projekt-Beginn (Jahr): 
2021
Projekt-Status: 
Schlagwort Thema: