Unser Mitglied Karl-Heinz Bieletzki präsentierte bereits zwei Jahre nach der Vorstellung des Ortsfamilienbuches Trochtelfingen nun das Ortsfamilienbuch Goldburghausen (Gemeinde Riesbürg). Damit konnte eine weitere Lücke im engen Netz der Ortsfamilienbücher im Ries und angrenzenden Baden-Württemberg geschlossen werden.
In einer kurzfristigen Aktion unterstützte die Bezirksgruppe Schwaben Herrn Professor Dr. Thomas Baranek von der Hochschule Hannover. Die Krankenakten des Kneipp'schen Kinderasyls mussten für die Auswertung für Abschlussarbeiten der Studenten (Bachelor und Master) digitalisiert werden. Das übernahm ein Team aus fünf BLF-Mitgliedern und den beiden Studentinnen. In Betrieb waren sechs Buchscanner. Die beiden Studentinnen wurden dabei nicht nur in das Scannen eingewiesen, sondern auch in das Lesen der alten Schriften.
Die Bezirksgruppe Schwaben des BLF hat in Kooperation mit der Eichendorff-Schule Haunstetten, dem Kulturkreis Haunstetten und dem Staatsarchiv Augsburg die Censurbücher, Schülerlisten der Werktagsschule und der Sonntagsschule digitalisiert. Zuerst gab es nur die Haunstetter Volksschule, später (nach dem 2. Weltkrieg) auch vereinzelte Hefte der Fröbel- und Pestalozzischule.
Zeugnisse des Lebens und des Glaubens aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Zufällig hat der Josef Auer bei der Suche nach anderen Archivalien das Mirakelbuch von Weltenburg in der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB) entdeckt, abfotografiert und transkribiert. Nachfolgend hat er mit einem Fotografen die Votivbilder in der Gnadenkapelle fotografiert und die Votivtafeln mit den Aufzeichnungen der Gebetserhörungen zusammen gebracht; daraus ist ein Buch entstanden.
Im Vortrag geht der Referent an Hand ausgewählter Beispiele darauf ein, wie die Berichte die Lebenswirklichkeit und die Glaubenseinstellung der vorwiegend einfachen Bevölkerung anschaulich darstellen.
Im Stadtarchiv München werden die älteren Personenstandsbücher des Standesamts München, der später nach München eingegliederten Vororte sowie des Standesamtes Pasing archiviert:
Geburtenbücher: nach Ablauf von 110 Jahren nach ihrer Anlage, derzeit 1876-1913
Heiratsbücher: nach Ablauf von 80 Jahren nach ihrer Anlage, derzeit 1876-1943
Sterbebücher: nach Ablauf von 30 Jahren nach ihrer Anlage, derzeit 1876-1993
Als Findbücher dienen alphabetisch sortierte Namensregister, die jahrgangsweise pro Standesamt geführt werden. Allein für die Geburtsurkunden kommen so mehr als 200 Register zusammen.
Um den Zugriff für die Familienforscher zu erleichtern, haben wir ein Mitmachprojekt gestartet, um diese Findbücher in eine öffentlich zugängliche Datenbank zu überführen. Wir bitten also um Mithilfe bei der Erfassung der Namen und der Verweisangaben (Urkunden-Nr., Jahrgang).
Marion Menath-Bach, Archivamtfrau im Staatsarchiv München
Frau Menath-Bach stellt das Staatsarchiv München vor. Dabei umreißt sie kurz die Aufgaben und die Organisationsform des Staatsarchivs. Danach geht sie ausführlich auf die für die Familienforschung interessanten Quellen ein und zeigt am Beispiel einer Familie über mehrere Generationen, welche Informationen sich hier finden lassen. Schwerpunkt sind dabei die Quellen im 19. Jahrhundert.
Auch ein kurzer Blick ins Repertorienzimmer und den Lesesaal wird möglich sein, allerdings keine Führung durch die Archivräume.
Vor 500 Jahren erhoben sich Bauern und Bürger gegen ihre Herren. Im Ries gab es im März 1525 erste Versammlungen Dort wurden die "Memminger Artikel" eingefordert, in denen soziale Gerechtigkeit, Verringerung der Abgabenlasten und kirchliche Reformen formuliert waren. Später plünderten die Bauern am 2. Mai das Kloster Maihingen, zogen dann marodierend nach Oettingen und verwüsteten schließlich zusammen mit fränkischen Bauern auch das Kloster Auhausen, wo heute am Chorgestühl noch Spuren zu sehen sind. Bei Ostheim wurde am 7. Mai 1525 das Bauernheer von einer kleinen markgräflich geführten Truppe angegriffen und vernichtet.