Die Kooperation mit dem Staatsarchiv München haben wir um ein weiteres Mitmach-Projekt erweitert. Hierbei sollen die Namensregister zu den Vormundschafts- und Pflegschaftsakten im Amtsgerichtsbezirk Schrobenhausen erfasst werden.
Peter Lingnau, langjähriger Erfasser einiger Regionen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis (GOV), wird die erweiterte Suche nach Orten, Pfarreien und alten Verwaltungsstrukturen vorstellen.
Es werden erläutert: verlinkte Quellen aus Bibliotheken, die Verknüpfungen zu digitalen Karten und zu anderen Verzeichnissen wie Bavarikon, Leo-BW oder die Gemeinsame Normdatei.
An Ende ist kurzer Exkurs für IT-Experten geplant: Wie kann man mit einem Python-Programm GOV-Informationen auslesen?
Winfried Müller, stv. Leiter der Bezirksgruppe Oberbayern
Seit einigen Jahren betreibt die Bezirksgruppe Oberbayern Mitmachprojekte (Crowdsourcing) mit dem Ziel, Daten für die Internet-Präsentation aufzubereiten und der Forschergemeinde bzw. den BLF-Mitgliedern zugänglich zu machen.
Dr. Held stellte sich kurz vor. Der Verein für Familienkunde in Baden-Württemberg e. V. (VFKBW) hat seinen Ursprung im Jahre 1920. Seitdem wurde eine umfangreiche Bibliothek aufgebaut und zahlreiche Publikationen herausgegeben. Beim Vortrag gab Dr. Held ein Überblick über die in Papier und online vorhandenen Bestände, die Austauschmöglichkeiten, die Recherchemöglichkeiten und die Aktivitäten des Vereins. Zuerst ging er auf die Struktur des Vereins ein: er hat acht regionale Arbeitskreise und zwei Stammtische und aktuell 999 Mitglieder.
Die Referentin Gabi Rudinger sprach zuerst über die geschichtliche Entwicklung in Österreich und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Forschung, zum Beispiel Salzburg, das ab 1816 endgültig zu Österreich gehört, oder das Burgenland: bis 1921 Ungarn, dann Österreich; dadurch unterschiedliche Zuständigkeiten der Religionsgemeinschaften und Standesämter im Zeitraum 1895-1939. Komplizierter wird es bei Wien, das erst zu Niederösterreich gehörte, nach und nach die Vorstädte eingegliedert wurden und ab 1920 ein eigenes Bundesland wurde.
Über 5,4 Millionen Tote und Vermisste der beiden Weltkriege sind erfasst. Die vorhandenen Daten sind unterschiedlich ausführlich. Die Grablage und der Friedhof sind mit Karte nachvollziehbar und alles kann auch ausgedruckt werden.
Seit ca. 2003 gibt es das Onlineprojekt Gefallenendenkmäler. Erfasst werden nicht nur Kriegerdenkmale in Deutschland, Österreich, den ehemaligen deutschen Ostgebieten, sondern auch in über 60 Ländern auf der ganzen Welt.
Robert Lang, Leiter der BLF-Bezirksgruppe Niederbayern
Im Mittelpunkt des Vortrages stand das Mühlenprojekt der Bezirksgruppe Niederbayern. Nach einem Überblick über die geschichtliche Entwicklung von frühen Versuchen und Techniken, Korn zu mahlen, zum Mühlenwesen Anfang des 20. Jahrhunderts stellte Robert Lang die in der Entwicklung befindliche Mühlen-Datenbank vor. Obwohl die Entwicklung der Anwendung noch nicht abgeschlossen ist, konnte man schon einen guten Eindruck von der künftigen Ausgestaltung des Systems bekommen. Beeindruckend waren vor allem die Verknüpfungsmöglichkeiten zu anderen Anwendungen wie z. B.
Marie-Luise Missel begann mit der Vorstellung der Homepage, was findet man wo. Ein wichtiger Punkt waren die Projekte. Schritt für Schritt zeigte sie die Möglichkeiten der Homepage und des Sterbebildprojektes. Sabine Scheller startete mit dem Friedhofsprojekt, danach kam der BLF-Youtube-Kanal dran. Natürlich wurde auch Matricula und deren sinnvolle Nutzung (Info-Punkt und das Buch-Icon waren für einige neu). Ein weiterer wichtiger Punkt war die digitale Bibliothek online. Zuletzt ging es um den digitalen Arbeitsplatz und den umfangreichen Bestand.