Computergenealogie

Online-Recherchemöglichkeit in der NSDAP-Mitgliederkartei

Im Februar/März 2026 ging die Meldung durch die einschlägigen Mailinglisten und Online-Foren: Das US-Nationalarchiv hat die mikroverfilmte NSDAP-Mitgliederkartei online zugänglich gemacht. Sie ist für alle Interessierten, z. B. Familien- oder Heimatforscher, online zugänglich. Allerdings ist die Recherche nicht ganz einfach und aufgrund des großen Interesses ist auch Geduld angesagt.

Neuzugänge in der digitalen Bibliothek

Im öffentlichen Bereich der digitalen Bibliothek des BLF sind in letzter Zeit folgende Digitalisate neu hinzugekommen:

Aktuelles vom Scan-Projekt "Schul-Jahresberichte" - über 3400 Digitalisate online

In der letzten Zeit wurden wieder zahlreiche gescannte Schul-Jahresberichte des BLF-Scan-Projektes online gestellt. Hier nun der aktuelle Stand: Bis Januar 2026 wurden von den fünf fleißigen Projektteilnehmern (Anton Zott, Karlheinz Eckmeier, Margret Ottner, Sabine Scheller und Manfred Wegele) bereits über 4000 Schul-Jahresberichte mit insgesamt rund 147.000 Seiten eingescannt. Dabei sind Schulen aus 146 Städten berücksichtigt.

Aus datenschutzrechtlichen Gründen werden nur Schul-Jahresberichte mit Jahrgang 1930 oder älter auf der BLF-Homepage zur Verfügung gestellt, so dass dort nun über 3400 Schul-Jahresberichte im PDF-Format verfügbar sind. Ein neuer Meilenstein!

Augsburg: Bavarikon

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 1. Oktober 2026 - 19:00

Der Referent steht noch nicht fest. Weitere Informationen folgen noch.

Oberpfalz: Von alten FOKO-Listen zum neuesten „Index Personarum“

Veranstaltungstermin: 
Mittwoch, 4. März 2026 - 18:30
Referent: 
Walter Hermann

Von den klassischen FOKO-Listen zu modernen digitalen Möglichkeiten: Der Vortrag zeigt, wie sich Forscherkontakte, Datensammlungen und genealogische Zusammenarbeit bis zum heutigen „Index Personarum“ entwickelt haben – und welchen Nutzen Familienforscher daraus ziehen können.

Vormundschafts- und Pflegschaftsregister

Die Kooperation mit dem Staatsarchiv München haben wir um ein weiteres Mitmach-Projekt erweitert. Hierbei sollen die Namensregister zu den Vormundschafts- und Pflegschafts­akten im Amtsgerichtsbezirk Schrobenhausen erfasst werden.

Hybrid: GOV – Geschichtliches Ortsverzeichnis: Was kann man dort wie finden, lesen und auslesen?

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 7. Mai 2026 - 19:00
Referent: 
Peter Lingnau

Peter Lingnau engagiert sich seit vielen Jahren u.a. bei Compgen bei der Erfassung einiger Regionen im GOV (Geschichtliches Ortsverzeichnis). Neben der Theorie stand das praktische Vorgehen im Vordergrund des Vortrages. Zuerst erklärte Herr Lingnau die Entstehung und Struktur der Einträge sowie die GOV-Kennung. GOV wurde bereits 1992 begonnen. Mit der Umstellung der Postleitzahl 1993 ging es weiter. Eine wichtige Quelle, die ausgewertet wurde ist das Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches.

Augsburg: historische Aufzeichnungen bei FamilySearch

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 9. April 2026 - 19:00
Referent: 
Marie-Luise Missel

Das Stadtarchiv Augsburg beherbergt umfangreiche Bestände für die Familienforschung in Augsburg. Mittlerweile sind viele wichtige Quellen für die Personenstandsforschung vom Mittelalter bis zur Neuzeit digitalisiert und online bei FamilySearch zu finden.

Frau Missel erläutere zunächst, was „FamilySearch“ bedeutet und warum die „Kirche der Heiligen der letzten Tage“ bereits in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts Kirchenbücher und Archivbestände digitalisiert (bzw. damals abfotografiert) hat. Genaueres kann man im GenWiki nachlesen.

Auf der Seite von FamilySearch lässt man sich zunächst kostenfrei registrieren und legt selbst den Nutzernamen und das Passwort fest. Unter dem Button „Suchen“ findet man den Unterpunkt Katalog. Nach der Eingabe eines Ortes, in diesem Fall Augsburg, klickt man am besten noch an „Online“ dann erhält man nur die online zur Verfügung stehenden Unterlagen. Das ist nicht wenig, von Archives über Kirchenbücher, Civil registration, Emigration bis zu Public records. Thema heute sind die Zivil-Unterlagen. Hier findet man acht Untergruppen, die die Referentin Punkt für Punkt erläutert. Die Geburtsscheine sind eine sehr gute Alternative, wenn beispielsweise die Kirchenbücher nicht mehr vorliegen. Ebenso verhält es sich mit den Todesfällen und den Leichenbeschauscheinen. Die Daten sind chronologisch sortiert und es gibt2keine Register. Es bedeutet also, man muss die Unterlagen durchblättern. Interessant sind bei den Totenscheinen die Angabe der Todesursache und des Wohnortes, ferner beginnen sie bereits 1810. Bei den Wohnorten stößt man auf die alten „Literabezeichnungen“. Darauf wird später noch näher eingegangen. Ein besonderer Bestand sind die Zivilstandsregister ab 1463. Die Heiratsconsens-Gesuche zeigen sehr deutlich, dass es nicht so einfach war, eine Heiratserlaubnis zu erhalten, man brauchte zahlreiche Unterlagen. Noch mehr war bei der Ansässigmachung nötig, mitunter stößt man dort auch auf Eheverträge und Heirats-Indexe. Zuletzt ging es um die Grundbuchauszüge. Hierfür werden die Litera-Bezeichnungen benötigt. Die Stadt wurde in Bereich A, B, C usw. eingeteilt und dann die Häuser durchnummeriert. Dieses System kam irgendwann aber an seine Grenzen und man begann mit den Straßenbezeichnungen und Hausnummern. Wo finde ich das Haus, das früher A 107 hieß, heute. Diese Gegenüberstellung früher und heute findet man im GenWiki. Einige Beispiele aus den Grundbuchauszügen verknüpft mit einer Familie zeigte die Referentin anhand der „Kirner-Geschichte“, einer aus Neuburg a.d. Donau gekommene Familie mit Schlossermeistern und Erfindern.Zuletzt zeigte Frau Missel Schritt für Schritt die Onlineregistrierung.
 

Hybrid: Der digitale genealogische Nachlass

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 5. Februar 2026 - 19:00
Referent: 
Dr. Andreas Marquet (Stellvertretender Leiter Archiv der sozialen Demokratie, Referatsleiter Bibliothek, Magazin und Digitale Dienste, Bonn)

Der Leiter begrüßte den Referenten Dr. Marquet, der online zugeschaltet war, und stellte ihn kurz vor.

Oberpfalz: Workshop zur Verwendung von Künstlicher Intelligenz

Veranstaltungstermin: 
Mittwoch, 1. April 2026 - 18:30
Referent: 
Uschi Ullrich, Elke Kranz

Künstliche Intelligenz hat heute schon unseren Alltag verändert. Wir möchten euch die Grundlagen dafür näherbringen, Begriffe klären und euch zeigen, wo sie Anwendung findet. Mit Beispielen zeigen wir, welche Chancen sie für die Familienforschung bietet und wie wir KI anwenden.

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