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Die Ehen des Johann Georg Prestele – Eine Spurensuche
Der Vortrag aus der Praxis schildert die Suche nach den Ehen von Johann Georg Prestele, auf die zunächst keinerlei Hinweise vorhanden waren. Die Angaben, wann und wo diese Ehen geschlossen wurden, fehlten völlig. Michael Mautner zeigt die angedachten Möglichkeiten und unternommenen Schritte auf, die nach etlichen Umwegen doch noch zum Ziel geführt und die gesuchten Unterlagen "ans Tageslicht" gefördert haben.
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Oberpfalz: Biergarten-Stammtisch
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Bibliotheksöffnung und Workshop 14 - 17 Uhr
Allgemeine Beratung, Leseübung/Lesehilfe, Internetforschung, Sterbebildscannen, genealogische Software
Das Bibliotheksverzeichnis für die „Schwaben-Bibliothek“ und für die „Landesbibliothek“ finden Sie hier. Bitte die gewünschten Bücher vorher per Kontakformular bestellen.
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Hybrid: Recherchemauer Zölibat
Bis heute existiert in der römisch-katholischen Kirche der Zölibat. Werdende Priester geloben bei ihrer Weihe eine vollkommene und immerwährende sexuelle Enthaltsamkeit. Doch das seit dem Zweiten Laterankonzil in Rom (1139) weltweit verbindliche Gelübde wird nicht immer eingehalten.
Ein sehr lebensfrohes literarisches Beispiel findet sich schon im Decamerone, der berühmten Novellensammlung von Giovanni Boccaccio (Vierte Geschichte, Dritter Tag). Die aus solchen geheimen Verbindungen hervorgegangenen Kinder tragen stets einen anderen Nachnamen als den ihres leiblichen Vaters. So war das auch in der Familie unserer Referentin. Auf der Suche nach ihrem Priestervorfahren, der im 19. Jh. lebte und wirkte, musste sie ihre Selbstblockade überwinden und hat verschiedenartige Erfahrungen mit kirchennahen Quellen gesammelt. Sie ist stolz auf ihren Altgroßvater und hat neue Erkenntnisse gewonnen, die sie weitergeben und diskutieren möchte.
Rückblick
Der Leiter begrüßte sein „Bäsle“ Margit Rehn, die online zugeschaltet ist. Das Thema Kinder von Priestern ist ein heikles. Langsam öffnet sich die Kirche auch zu diesen heiklen Themen. In Frau Rehn´s Familie wurde immer wieder von Franziska, der Tochter eines Priesters gesprochen. Franziska war die Tochter von Kreszenz und Martin Paul, sie wurde am 21. November 1845 als eheliches Kind geboren. Der Taufpate war „Herr“ Lorenz Albrecht Forstgehilfe.
Frau Rehn begann vor etwa 20 Jahren mit der Recherche über ein in der Familie überliefertes Foto des aangeblichen leiblichen Vaters; damals gab es online nur wenige Bilder von Priestern aus dem 19. Jahrhundert. Die erste Spur führte in die Irre, zu einem falschen Priesters, der sogar Bischof gewesen soll. Mit Hilfe von Michael Mautner kamen sie auf die Spur zur Lösung. Der Taufpate war das Puzzlestück, welches zum richtigen Pater führte: Lorenz Albrecht. Er studierte Theologie, bei Franziska, der angeblich ehelichen Tochter von Kreszenz und Martin Paul, ist er der Taufpate. Danach war er mehrere Jahre in Münnerstadt und kam erst wieder nach 1851 nach Ursberg. 1852 kam eine weitere Tochter auf die Welt, hier ist der Pate Pater Alipius Albrecht – Augustiner in Münnerstadt, eben jener Lorenz Albrecht, der inzwischen ein Augustiner war. Bilder des Paters zeigten die Ähnlichkeit mit Franziska Paul. Die Referentin berichtete von den Puzzleteilen wie ein Stipendium für den Enkel, großzügige Geschenke und Besuche von Pater Alipius. Der Pater stammte aus Pforzen im Allgäu und hier fand Frau Rehn einen Verwandten, der sie auch bei der Recherche unterstützte und ihr ein Foto des Geburtshauses von Alipius Albrecht schickte. Das Rätsel ist also gelöst, der endgültige Beweis wäre ein DNA-Test, dafür fehlt aber bisher die Bereitschaft bei „der anderen Seite“.
Herr Wegele dankte Margit Rehn für den eloquenten und spannenden Vortrag zu einem schwierigen Thema.
Nach dem Vortrag folgte eine rege Diskussion im Versammlungsraum zu dem Thema und zur Erfahrung mit dem Umgang von Familiengeheimnissen. Auch wurde festgestellt, dass wir bei uns selbst mit der Dokumentation anfangen müssen. Lebenslauf, Erinnerungen, Fotos beschriften, nicht nur die von Eltern, Großeltern, sondern auch, z.B. das eigene Kommunionbild. Sonst geht es unseren Nachfahren so wie oft uns, zahlreiche Fotos und niemand weiß, wer darauf abgebildet wird. Es wurden viele Geschichten überliefert, die auch Bildern zugeordnet werden sollten.
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Workshop: Lesehilfe und Beratung zu Fragen der Ahnen- und Familienforschung
Wir treffen uns zum allgemeinen Erfahrungsaustausch und zu gegenseitiger Hilfe in genealogischen Fragestellungen. Schriftstücke, die man nicht selbst entziffern konnte, können gerne mitgebracht werden.
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