Vortrag, Referat

Augsburg: historische Aufzeichnungen bei FamilySearch

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 9. April 2026 - 19:00
Referent: 
Marie-Luise Missel

Das Stadtarchiv Augsburg beherbergt umfangreiche Bestände für die Familienforschung in Augsburg. Mittlerweile sind viele wichtige Quellen für die Personenstandsforschung vom Mittelalter bis zur Neuzeit digitalisiert und online bei FamilySearch zu finden.

Frau Missel erläutere zunächst, was „FamilySearch“ bedeutet und warum die „Kirche der Heiligen der letzten Tage“ bereits in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts Kirchenbücher und Archivbestände digitalisiert (bzw. damals abfotografiert) hat. Genaueres kann man im GenWiki nachlesen.

Auf der Seite von FamilySearch lässt man sich zunächst kostenfrei registrieren und legt selbst den Nutzernamen und das Passwort fest. Unter dem Button „Suchen“ findet man den Unterpunkt Katalog. Nach der Eingabe eines Ortes, in diesem Fall Augsburg, klickt man am besten noch an „Online“ dann erhält man nur die online zur Verfügung stehenden Unterlagen. Das ist nicht wenig, von Archives über Kirchenbücher, Civil registration, Emigration bis zu Public records. Thema heute sind die Zivil-Unterlagen. Hier findet man acht Untergruppen, die die Referentin Punkt für Punkt erläutert. Die Geburtsscheine sind eine sehr gute Alternative, wenn beispielsweise die Kirchenbücher nicht mehr vorliegen. Ebenso verhält es sich mit den Todesfällen und den Leichenbeschauscheinen. Die Daten sind chronologisch sortiert und es gibt2keine Register. Es bedeutet also, man muss die Unterlagen durchblättern. Interessant sind bei den Totenscheinen die Angabe der Todesursache und des Wohnortes, ferner beginnen sie bereits 1810. Bei den Wohnorten stößt man auf die alten „Literabezeichnungen“. Darauf wird später noch näher eingegangen. Ein besonderer Bestand sind die Zivilstandsregister ab 1463. Die Heiratsconsens-Gesuche zeigen sehr deutlich, dass es nicht so einfach war, eine Heiratserlaubnis zu erhalten, man brauchte zahlreiche Unterlagen. Noch mehr war bei der Ansässigmachung nötig, mitunter stößt man dort auch auf Eheverträge und Heirats-Indexe. Zuletzt ging es um die Grundbuchauszüge. Hierfür werden die Litera-Bezeichnungen benötigt. Die Stadt wurde in Bereich A, B, C usw. eingeteilt und dann die Häuser durchnummeriert. Dieses System kam irgendwann aber an seine Grenzen und man begann mit den Straßenbezeichnungen und Hausnummern. Wo finde ich das Haus, das früher A 107 hieß, heute. Diese Gegenüberstellung früher und heute findet man im GenWiki. Einige Beispiele aus den Grundbuchauszügen verknüpft mit einer Familie zeigte die Referentin anhand der „Kirner-Geschichte“, einer aus Neuburg a.d. Donau gekommene Familie mit Schlossermeistern und Erfindern.Zuletzt zeigte Frau Missel Schritt für Schritt die Onlineregistrierung.
 

Augsburg: (Un)Ordnung in der Registratur des Hochstifts Augsburg oder: eine nützliche Flucht

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 5. März 2026 - 19:00
Referent: 
Dr. Claudia Kalesse M. A.

Wenn Sie als Forscher sich schon immer mal gefragt haben, warum Archivare Bestände neu ordnen, in diesem Vortrag erhalten Sie genauere Einblicke. Oft ist es lästig für Benützer, wenn in der Literatur seit Jahrzehnten genannte Signaturen zu gesuchten Archivalien auf einmal nicht mehr stimmen und die eigene (vielleicht schon kurz vor der Fertigstellung stehende) Arbeit plötzlich nochmal überprüft werden muss, weil es ein aktualisiertes Findmittel gibt.

Hybrid: Der digitale genealogische Nachlass

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 5. Februar 2026 - 19:00
Referent: 
Dr. Andreas Marquet (Stellvertretender Leiter Archiv der sozialen Demokratie, Referatsleiter Bibliothek, Magazin und Digitale Dienste, Bonn)

Der Leiter begrüßte den Referenten Dr. Marquet, der online zugeschaltet war, und stellte ihn kurz vor.

Kindergesundheit – vom Kneipp'schen Kinderasyl in die aktuelle Forschung

Veranstaltungstermin: 
Freitag, 15. November 2024 - 0:00

In einer kurzfristigen Aktion unterstützte die Bezirksgruppe Schwaben Herrn Professor Dr. Thomas Baranek von der Hochschule Hannover. Die Krankenakten des Kneipp'schen Kinderasyls mussten für die Auswertung für Abschlussarbeiten der Studenten (Bachelor und Master) digitalisiert werden. Das übernahm ein Team aus fünf BLF-Mitgliedern und den beiden Studentinnen. In Betrieb waren sechs Buchscanner. Die beiden Studentinnen wurden dabei nicht nur in das Scannen eingewiesen, sondern auch in das Lesen der alten Schriften.

Die Ehen des Johann Georg Prestele – Eine Spurensuche

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 21. Mai 2026 - 18:00
Referent: 
Michael Mautner, Mitglied im BLF

Der Vortrag aus der Praxis schildert die Suche nach den Ehen von Johann Georg Prestele, auf die zunächst keinerlei Hinweise vorhanden waren. Die Angaben, wann und wo diese Ehen geschlossen wurden, fehlten völlig. Michael Mautner zeigt die angedachten Möglichkeiten und unternommenen Schritte auf, die nach etlichen Umwegen doch noch zum Ziel geführt und die gesuchten Unterlagen "ans Tageslicht" gefördert haben.

München: Kriegsgefangenschaft im Ersten Weltkrieg - Forschung und Quellen

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 23. April 2026 - 18:00
Referent: 
Michael Oberndorfner, Mitglied im BLF

Der Vortrag gibt einen Überblick über die Situation der Kriegsgefangenschaft aller handelnder Nationen im Ersten Weltkrieg und gibt Hinweise auf Quellen zur Forschung.

München: Das Erbrecht in Bayern und seine Entwicklung

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 26. März 2026 - 18:00
Referent: 
Michael Mautner, Mitglied im BLF

Das Erbrecht betrifft alle und jeden von uns in irgendeiner Form, heute und auch früher. Auf den ersten Blick mag die Materie recht trocken wirken, vielleicht scheint sie auch leicht verständlich zu sein.

Wenn man sich aber etwas tiefer in die Thematik hineinarbeitet, merkt man schnell, wie komplex sie doch werden kann.

Die Grundsätze des Erbrechts, besonders wichtige Aspekte und wo eine Verbindung zur Familienforschung bestehen kann, stellt Michael Mautner in seinem Vortrag, auch mit Beispielen aus der Praxis, vor.

München: Die Höger von Anzing - Aufstieg und Niedergang einer bedeutenden Münchner Kaufmannsfamilie

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 22. Januar 2026 - 18:00
Referent: 
Georg Weilnböck, Historiker

Der Vortrag „Die Höger von Anzing - Aufstieg und Niedergang einer bedeutenden Münchner Kaufmannsfamilie“ befasst sich mit dem phänomenalen Aufstieg des aus dem Oberland stammenden Leonhard Höger, der während des Dreißigjährigen Krieges in kurzer Zeit zu einem der reichsten Münchner Bürger wird.

Die Handelsleute erwerben den Sitz Anzing und können als Höger von Anzing noch weitere Hofmarken hinzugewinnen. Grundlage ihres Erfolges ist der Fernhandel, nicht zuletzt der Import von Katakombenheiligen. Katastrophen und familiäre Zwistigkeiten führen das lange Zeit erfolgreiche Münchner Handelshaus in den Untergang.

Kloster Weltenburg - Das Mirakelbuch und die Votivtafeln der Kapelle auf dem Frauenberg

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 11. Dezember 2025 - 18:00
Referent: 
Josef Auer, Mitglied im BLF

Zeugnisse des Lebens und des Glaubens aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Zufällig hat der Josef Auer bei der Suche nach anderen Archivalien das Mirakelbuch von Weltenburg in der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB) entdeckt, abfotografiert und transkribiert. Nachfolgend hat er mit einem Fotografen die Votivbilder in der Gnadenkapelle fotografiert und die Votivtafeln mit den Aufzeichnungen der Gebetserhörungen zusammen gebracht; daraus ist ein Buch entstanden.

Im Vortrag geht der Referent an Hand ausgewählter Beispiele darauf ein, wie die Berichte die Lebenswirklichkeit und die Glaubenseinstellung der vorwiegend einfachen Bevölkerung anschaulich darstellen.

München: Die Mitmachprojekte der Bezirksgruppe Oberbayern und deren Präsentation im Internet

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 13. November 2025 - 18:00
Referent: 
Winfried Müller, stv. Leiter der Bezirksgruppe Oberbayern

Seit einigen Jahren betreibt die Bezirksgruppe Oberbayern Mitmachprojekte (Crowdsourcing) mit dem Ziel, Daten für die Internet-Präsentation aufzubereiten und der Forschergemeinde bzw. den BLF-Mitgliedern zugänglich zu machen.

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