Der Vortrag „Die Höger von Anzing - Aufstieg und Niedergang einer bedeutenden Münchner Kaufmannsfamilie“ befasst sich mit dem phänomenalen Aufstieg des aus dem Oberland stammenden Leonhard Höger, der während des Dreißigjährigen Krieges in kurzer Zeit zu einem der reichsten Münchner Bürger wird.
Die Handelsleute erwerben den Sitz Anzing und können als Höger von Anzing noch weitere Hofmarken hinzugewinnen. Grundlage ihres Erfolges ist der Fernhandel, nicht zuletzt der Import von Katakombenheiligen. Katastrophen und familiäre Zwistigkeiten führen das lange Zeit erfolgreiche Münchner Handelshaus in den Untergang.
Der Dreißigjährige Krieg hatte tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben unserer Vorfahren. In meinem Vortrag konzentriere ich mich auf die "einfache Bevölkerung" wie Söldner, die häufig gemeinsam mit ihren Familien von Schlacht zu Schlacht und von Quartier zu Quartier zogen, und Bewohnerinnen und Bewohner von Dörfern und Städten, die unter Einquartierungen, Nahrungsmangel und Flucht zu leiden hatten. Um einen Eindruck vom Erlebten zu vermitteln, umfasst mein Vortrag auch zeitgenössische Zitate.
Die "Machtergreifung" der Nationalsozialisten fand im Frühjahr 1933 nicht nur in Berlin statt. Auch auf den Dörfern waren die Nationalsozialisten stark und etablierten dort Strukturen, die in der folgenden Zeit prägend für das Leben auf dem Land werden sollten. Am Beispiel des schwäbischen Dorfes Markt wird aufgezeigt, wie die Umsetzung der nationalsozialistischen Ideologie in der Frühphase der NS-Herrschaft vonstatten ging.
Bis heute existiert in der römisch-katholischen Kirche der Zölibat. Werdende Priester geloben bei ihrer Weihe eine vollkommene und immerwährende sexuelle Enthaltsamkeit. Doch das seit dem Zweiten Laterankonzil in Rom (1139) weltweit verbindliche Gelübde wird nicht immer eingehalten.
Peter Lingnau, langjähriger Erfasser einiger Regionen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis (GOV), wird die erweiterte Suche nach Orten, Pfarreien und alten Verwaltungsstrukturen vorstellen.
Es werden erläutert: verlinkte Quellen aus Bibliotheken, die Verknüpfungen zu digitalen Karten und zu anderen Verzeichnissen wie Bavarikon, Leo-BW oder die Gemeinsame Normdatei.
An Ende ist kurzer Exkurs für IT-Experten geplant: Wie kann man mit einem Python-Programm GOV-Informationen auslesen?
Wenn Sie als Forscher sich schon immer mal gefragt haben, warum Archivare Bestände neu ordnen, in diesem Vortrag erhalten Sie genauere Einblicke. Oft ist es lästig für Benützer, wenn in der Literatur seit Jahrzehnten genannte Signaturen zu gesuchten Archivalien auf einmal nicht mehr stimmen und die eigene (vielleicht schon kurz vor der Fertigstellung stehende) Arbeit plötzlich nochmal überprüft werden muss, weil es ein aktualisiertes Findmittel gibt.