Das Konzil von Trient hat vor über 450 Jahren mit dem „Tametsi“-Dekret die Grundlage für das Führen von Kirchenbüchern in der katholischen Kirche gelegt. Bis flächendeckend Taufen, Hochzeiten und Sterbefälle dokumentiert wurden, hat es ca. 100 Jahre gedauert. Trotzdem sind die Pfarrmatrikeln für lange Zeit die wichtigste Quelle für die Erforschung unserer Vorfahren.
Marion Menath-Bach, Archivamtfrau im Staatsarchiv München
Frau Menath-Bach stellte das Staatsarchiv München vor. Dabei umriss sie kurz die Aufgaben und die Organisationsform des Staatsarchivs. Frau Menath-Bach gab Informationen zur Geschichte des Staatsarchives (StA), Notariatsarchives und dessen Aufgaben. Danach ging sie ausführlich auf die für die Familienforschung interessanten Quellen ein und zeigte am Beispiel einer Familie über mehrere Generationen, welche Informationen sich hier finden lassen. Schwerpunkt waren dabei die Quellen im 19. Jahrhundert.
Der Leiter begrüßte den Referenten Gerhard Beck und stellte ihn kurz vor. Das Thema Bauernaufstand beschäftigt ihn bereits das ganze Jahr. 500 Jahre sind ein besonderer Grund, an dieses Ereignis zu erinnern. Zuerst sprach er über die Gründe für den Aufstand, Ablieferung von Abgaben, Forderung nach Freiheitsrechten. Die Bilanz waren fast 100.000 Opfer und keine Verbesserung der Zustände. Wie war das Leben zur damaligen Zeit? Es gab ein strenges hierarchisches System.
Michael Oberndorfner, Mitglied der BLF-Bezirksgruppe Oberbayern
Der Vortrag von Michael Oberndorfner zeigte die Lage des Wasenmeisteranwesens mit der Hausnummer 56 in Unterpeissenberg (heute 82380 Peissenberg) und seine Entwicklung von ca. 1800 bis zur Auflösung des Anwesens ca. 1900. Anhand von Matrikel-, Landgerichts- und Katasterdaten wurde die Familiengeschichte und die Veränderung des Anwesens, sowie des Gewerbes erläutert. Damit ließen sich dann auch Rückschlüsse auf die soziale Einbindung der Wasenmeister und deren Veränderung im 19. Jhd. ziehen.
Manfred Zellhuber ist Hobbyautor und schreibt seit einigen Jahren Poeme und Essays. Einen seiner Essays mit dem Titel „Genealogie – das Hobby“ stellt er uns in einer Lesung vor. Hier wirft er einen humorvollen Blick auf die Erlebnisse, die uns unser Hobby, die Ahnenforschung, beschert.
Dr. Waldburg Eder, stv. Leiterin der BLF-Bezirksgruppe Oberbayern
Frau Dr. Eder erläuterte Physikatsberichte (medizinisch-topografische und ethnografische Beschreibungen), die für fast alle Landgerichte Bayerns in der Zeit von 1858 bis 1861 von den Physici, den Landgerichtsärzten, im Auftrag des Bayerischen Staatsministerium des Innern verfasst wurden. Diese Berichte vermittelten ein Bild von der Topografie des jeweiligen Landgerichtsbezirkes und von den Lebensumständen seiner Bevölkerung.
Johann Wernberger, Schriftführer der BLF-Bezirksgruppe Oberbayern
In Großkarolinenfeld begann die Geschichte der Evangelischen in Oberbayern. 1802 kamen Pfälzer in diese Gegend. Sie gründeten eine Gemeinde und bauten ein Pfarr- und Schulhaus.1822 wurde die Karolinenkirche als erste evangelische Kirche Altbayerns errichtet, benannt nach der ersten bayerischen Königin Caroline.
Der Vortrag von Gabriele Mühlenhoff richtete sich an alle Familienforscher, die ihre Wurzeln in Oberschlesien suchen. Sie stellt die Oberschlesische Genealogische Gesellschaft aus Chorzów (Königshütte) (polnisch: Górnośląskie Towarzystwo Genealogiczne [GTG] "Silius Radicum") anhand deren Internetauftritts https://siliusradicum.pl/ vor.