Winfried Müller, stv. Leiter der Bezirksgruppe Oberbayern
Der Vortrag greift zwei Themen auf:
Ausblick: der virtuelle Lesesaal der bayerischen Staatsarchive
Am 24. 07.2026 soll die Eröffnung des virtuellen Lesesaals der bayerischen Staatsarchive erfolgen. Welche Planungen es dazu gibt, umreißt der erste Teil des Vortrags.
Geacron & Co. - Interaktive Zeitreisen in histroischen Landkarten
Im Internet gibt es diverse Portale, die zeitbezogene Informationen zu Ländern und Regionen mit Landkarten verknüpfen. Im Vortrag werden beispielhaft einige der Portale vorgestellt.
Der Dreißigjährige Krieg hatte tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben unserer Vorfahren. In meinem Vortrag konzentriere ich mich auf die "einfache Bevölkerung" wie Söldner, die häufig gemeinsam mit ihren Familien von Schlacht zu Schlacht und von Quartier zu Quartier zogen, und Bewohnerinnen und Bewohner von Dörfern und Städten, die unter Einquartierungen, Nahrungsmangel und Flucht zu leiden hatten. Um einen Eindruck vom Erlebten zu vermitteln, umfasst mein Vortrag auch zeitgenössische Zitate.
Von den klassischen FOKO-Listen zu modernen digitalen Möglichkeiten: Der Vortrag zeigt, wie sich Forscherkontakte, Datensammlungen und genealogische Zusammenarbeit bis zum heutigen „Index Personarum“ entwickelt haben – und welchen Nutzen Familienforscher daraus ziehen können.
Die "Machtergreifung" der Nationalsozialisten fand im Frühjahr 1933 nicht nur in Berlin statt. Auch auf den Dörfern waren die Nationalsozialisten stark und etablierten dort Strukturen, die in der folgenden Zeit prägend für das Leben auf dem Land werden sollten. Am Beispiel des schwäbischen Dorfes Markt wird aufgezeigt, wie die Umsetzung der nationalsozialistischen Ideologie in der Frühphase der NS-Herrschaft vonstatten ging.
Bis heute existiert in der römisch-katholischen Kirche der Zölibat. Werdende Priester geloben bei ihrer Weihe eine vollkommene und immerwährende sexuelle Enthaltsamkeit. Doch das seit dem Zweiten Laterankonzil in Rom (1139) weltweit verbindliche Gelübde wird nicht immer eingehalten.
Ein sehr lebensfrohes literarisches Beispiel findet sich schon im Decamerone, der berühmten Novellensammlung von Giovanni Boccaccio (Vierte Geschichte, Dritter Tag). Die aus solchen geheimen Verbindungen hervorgegangenen Kinder tragen stets einen anderen Nachnamen als den ihres leiblichen Vaters. So war das auch in der Familie unserer Referentin. Auf der Suche nach ihrem Priestervorfahren, der im 19. Jh. lebte und wirkte, musste sie ihre Selbstblockade überwinden und hat verschiedenartige Erfahrungen mit kirchennahen Quellen gesammelt. Sie ist stolz auf ihren Altgroßvater und hat neue Erkenntnisse gewonnen, die sie weitergeben und diskutieren möchte.
Peter Lingnau engagiert sich seit vielen Jahren u.a. bei Compgen bei der Erfassung einiger Regionen im GOV (Geschichtliches Ortsverzeichnis). Neben der Theorie stand das praktische Vorgehen im Vordergrund des Vortrages. Zuerst erklärte Herr Lingnau die Entstehung und Struktur der Einträge sowie die GOV-Kennung. GOV wurde bereits 1992 begonnen. Mit der Umstellung der Postleitzahl 1993 ging es weiter. Eine wichtige Quelle, die ausgewertet wurde ist das Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches.