Der Vortrag gibt einen Überblick über die Situation der Kriegsgefangenschaft aller handelnder Nationen im Ersten Weltkrieg und gibt Hinweise auf Quellen zur Forschung.
Das Erbrecht betrifft alle und jeden von uns in irgendeiner Form, heute und auch früher. Auf den ersten Blick mag die Materie recht trocken wirken, vielleicht scheint sie auch leicht verständlich zu sein.
Wenn man sich aber etwas tiefer in die Thematik hineinarbeitet, merkt man schnell, wie komplex sie doch werden kann.
Die Grundsätze des Erbrechts, besonders wichtige Aspekte und wo eine Verbindung zur Familienforschung bestehen kann, stellt Michael Mautner in seinem Vortrag, auch mit Beispielen aus der Praxis, vor.
Der Vortrag „Die Höger von Anzing - Aufstieg und Niedergang einer bedeutenden Münchner Kaufmannsfamilie“ befasst sich mit dem phänomenalen Aufstieg des aus dem Oberland stammenden Leonhard Höger, der während des Dreißigjährigen Krieges in kurzer Zeit zu einem der reichsten Münchner Bürger wird.
Die Handelsleute erwerben den Sitz Anzing und können als Höger von Anzing noch weitere Hofmarken hinzugewinnen. Grundlage ihres Erfolges ist der Fernhandel, nicht zuletzt der Import von Katakombenheiligen. Katastrophen und familiäre Zwistigkeiten führen das lange Zeit erfolgreiche Münchner Handelshaus in den Untergang.
Zeugnisse des Lebens und des Glaubens aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Zufällig hat der Josef Auer bei der Suche nach anderen Archivalien das Mirakelbuch von Weltenburg in der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB) entdeckt, abfotografiert und transkribiert. Nachfolgend hat er mit einem Fotografen die Votivbilder in der Gnadenkapelle fotografiert und die Votivtafeln mit den Aufzeichnungen der Gebetserhörungen zusammen gebracht; daraus ist ein Buch entstanden.
Im Vortrag geht der Referent an Hand ausgewählter Beispiele darauf ein, wie die Berichte die Lebenswirklichkeit und die Glaubenseinstellung der vorwiegend einfachen Bevölkerung anschaulich darstellen.
Winfried Müller, stv. Leiter der Bezirksgruppe Oberbayern
Seit einigen Jahren betreibt die Bezirksgruppe Oberbayern Mitmachprojekte (Crowdsourcing) mit dem Ziel, Daten für die Internet-Präsentation aufzubereiten und der Forschergemeinde bzw. den BLF-Mitgliedern zugänglich zu machen.
Das Konzil von Trient hat vor über 450 Jahren mit dem „Tametsi“-Dekret die Grundlage für das Führen von Kirchenbüchern in der katholischen Kirche gelegt. Bis flächendeckend Taufen, Hochzeiten und Sterbefälle dokumentiert wurden, hat es ca. 100 Jahre gedauert. Trotzdem sind die Pfarrmatrikeln für lange Zeit die wichtigste Quelle für die Erforschung unserer Vorfahren.
Marion Menath-Bach, Archivamtfrau im Staatsarchiv München
Frau Menath-Bach stellte das Staatsarchiv München vor. Dabei umriss sie kurz die Aufgaben und die Organisationsform des Staatsarchivs. Frau Menath-Bach gab Informationen zur Geschichte des Staatsarchives (StA), Notariatsarchives und dessen Aufgaben. Danach ging sie ausführlich auf die für die Familienforschung interessanten Quellen ein und zeigte am Beispiel einer Familie über mehrere Generationen, welche Informationen sich hier finden lassen. Schwerpunkt waren dabei die Quellen im 19. Jahrhundert.
Michael Oberndorfner, Mitglied der BLF-Bezirksgruppe Oberbayern
Der Vortrag von Michael Oberndorfner zeigte die Lage des Wasenmeisteranwesens mit der Hausnummer 56 in Unterpeissenberg (heute 82380 Peissenberg) und seine Entwicklung von ca. 1800 bis zur Auflösung des Anwesens ca. 1900. Anhand von Matrikel-, Landgerichts- und Katasterdaten wurde die Familiengeschichte und die Veränderung des Anwesens, sowie des Gewerbes erläutert. Damit ließen sich dann auch Rückschlüsse auf die soziale Einbindung der Wasenmeister und deren Veränderung im 19. Jhd. ziehen.