Nach der Anreise mit dem Bus besuchten wir in Memmingen die Bayernausstellung „Projekt Freiheit – Memmingen 1525“, die aus Anlass des 500. Gedenkens der "Zwölf Artikel" vom Haus der Bayerischen Geschichte und der Stadt Memmingen gemeinsam veranstaltet wurde. Die Ausstellung nahm den März 1525 in den Blickpunkt. Die Bauern begehrten auf und Memmingen geriet in den Blickpunkt der Geschichte.
Dr. Waldburg Eder, stv. Leiterin der BLF-Bezirksgruppe Oberbayern
Frau Dr. Eder erläuterte Physikatsberichte (medizinisch-topografische und ethnografische Beschreibungen), die für fast alle Landgerichte Bayerns in der Zeit von 1858 bis 1861 von den Physici, den Landgerichtsärzten, im Auftrag des Bayerischen Staatsministerium des Innern verfasst wurden. Diese Berichte vermittelten ein Bild von der Topografie des jeweiligen Landgerichtsbezirkes und von den Lebensumständen seiner Bevölkerung.
Dr. Hermann Hage schilderte auf eindrucksvolle Weise die Geschichte dieser täuferischen Glaubensgemeinschaft in Bayern. Dank ihres umfassenden landwirtschaftlichen Wissens genossen sie hohes Ansehen. Als eng verbundene Familiengemeinschaft gelang es ihnen, große Höfe und Güter als Pächter erfolgreich zu bewirtschaften. Die Spuren der Amischen Mennoniten sind schwer zu finden, dennoch gibt es sie auch heute noch in Bayern.
Mennonitische Familiennamen findet man im Mennonitischen Lexikon unter www.mennLex.de.
Johann Wernberger, Schriftführer der BLF-Bezirksgruppe Oberbayern
In Großkarolinenfeld begann die Geschichte der Evangelischen in Oberbayern. 1802 kamen Pfälzer in diese Gegend. Sie gründeten eine Gemeinde und bauten ein Pfarr- und Schulhaus.1822 wurde die Karolinenkirche als erste evangelische Kirche Altbayerns errichtet, benannt nach der ersten bayerischen Königin Caroline.
Da Frau Rudinger selbst zahlreiche Auswanderer in ihrer Ahnenliste hat (ausgewandert auf der „Donaustraße“), interessierte sie sich für die Umstände und den Ablauf der Auswanderung. Zuerst sprach sie über die Bedeutung der Donau, der Hauptwasserstraße zur Zeit der österreichischen Monarchie. Die frühe Geschichte der Personenschifffahrt begann unter Kaiser Julian (331-363 n. Chr.). Die erste Erwähnung von Ulm und den Schiffsleuten auf der Donau stammt vom Chronisten Felix Fabri aus dem Jahr 1488/1489.
„Bier ist nach dem Wasser das gewöhnlichste Getränk.“
Herr Guffler hat in dem Buch „Bier- und Wirtshauskultur in Schwaben und Franken“ drei Artikel zu dem Thema „Bier“ geschrieben.
In seinem Vortrag stellte er die Bedeutung des Bieres als Nahrungs-, Genuss- und Rauschmittel vor und ging darauf ein, wie sich der Bierkonsum im Ersten Weltkrieg veränderte.
Helmut Endl, Mitglied der Bezirksgruppe Niederbayern
Herr Endl sprach über die Bedeutung der Eisenbahn bei der Erschließung Ostbayerns. Es fehlte eine West-Ost-Stecke nach Böhmen. Die Eisenbahnentwicklung in Ostbayern begann mit der Gründung der Bayerischen Ostbahngesellschaft im Jahr 1856. Innerhalb von sieben Jahren sollte die Bahn von Nürnberg über Amberg nach Regensburg, von München über Landshut an die Donau, von Regensburg über Straubing nach Passau und von der Amberg-Regensburger Linie an die böhmische Grenze gebaut werden. 1856 begann der Bau der ersten Ostbahnlinie von Nürnberg nach Passau.
Tauchen wir gemeinsam ein in die faszinierende Welt historischer Fotografien! Richard Schaffner, Leiter des Stadtarchivs Passau, präsentierte an diesem Abend ausgewählte Fotos aus dem Archivbestand. Er zeigte, wie diese wertvollen Bilder Familiengeschichten bereichern und neue Einblicke in die Vergangenheit ermöglichen können.