Die Bezirksgruppe Schwaben hat im Jahre 2002 anlässlich einer Ausstellung zum 80. Jubiläum des BLF in Augsburg ein großes Stammtischtreffen der Schwäbischen Forscherstammtische, aber auch befreundeter benachbarter Forschergruppen veranstaltet. Dies war ein Riesenerfolg, sodass man vereinbart hatte, sich jährlich wieder im Frühjahr zu treffen, und zwar abwechselnd in Augsburg und im Jahr darauf bei einem regionalen Stammtisch. Diese schöne Sitte fand letztmals im Jahre 2019 in Kaufbeuren statt. Die letzten 6 Treffen waren zugleich auch sog. „Regionaltreffen Süd“, bei denen auch offizielle Vertreter von genealogischen Vereinen des Südens zahlreich vertreten waren. Alle folgenden Jahre waren wieder angedacht, aber auch hier machte uns Corona jeweils einen Strich durch die Rechnung.
Herr Michael Fischer berichtete über seine Familienforschung, insbesondere zeigte er eine Darstellung zum Vorkommen seiner Familiennamen und Herkunftsorten.
Dr. Herbert Wurster, ehemaliger Leiter des Archivs des Bistums Passau
Der Vortrag gibt zum ersten Mal einen Gesamtüberblick über den Bestand an Mirakelbüchern im heutigen Bistum Passau. Die Mirakelbücher setzten im späten Mittelalter ein und werden vereinzelt noch heute geführt. An beliebten Wallfahrten wurden sie schon früh gedruckt, oft durch die Jahrhunderte; in kleineren Wallfahrtsorten werden sie regelmäßig nur als Handschriften überliefert. Sie dokumentieren die Anliegen der Wallfahrer, oft auch deren Namen und Herkunftsorte.
„Jahrzehntelanges Forschen und dann?“ War die Eingangsfrage für den Vortrag des ersten online-Niederbayern-Stammtisches 2023, zu dem der Leiter der Bezirksgruppe Niederbayern 72 Teilnehmer begrüßen konnte. Es ging um den genealogischen Nachlass, ein Thema, das viele vor sich herschieben, wie die Erstellung des Testaments oder das Ausfüllen des Organspendeausweises. Wie wichtig eine Regelung auch für den genealogischen Nachlass ist und mit welchen gedanklichen Hürden man sich dabei auseinandersetzen muss, zeigte Robert Lang in seinem Vortrag auf.
Der Stammtisch Pfarrkirchen war im April Gastgeber für den Niederbayern-Präsenz-Stammtisch. Diese Gelegenheit nutzten 28 Interessierte aus nah und fern. Hauptthema des Abends war ein Vortrag von Martina Egger, Mitglied der Bezirksgruppe Niederbayern, mit dem Titel: „Den Toten einen Namen, eine Geschichte geben“. Frau Egger zeigte in ihrem Vortrag auf, wie sie sich mit den Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege aus der Pfarrei Weng (bei Bad Griesbach) auseinandersetzte.