Führung im Staatsarchiv Amberg

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 10. Mai 2007 (Ganztägig)
Referent: 
Archivdirektorin Frau Dr. Maria Rita Sagstetter M.A.
Veranstalter: 
BLF-Bezirksgruppe Oberpfalz

Trotz der etwas weiteren Anfahrt und der ungewöhnlichen Veranstaltungszeit konnte Frau Dr. Sagstetter ein gefülltes Auditorium begrüßen. Sie erläuterte zuerst die Organisation der Staatsarchive in Bayern. Nach dem Bayerischen Archivgesetz sind die Staatsarchive verpflichtet, archivwürdige Unterlagen zu übernehmen, auf Dauer aufzubewahren und nutzbar zu machen. Um die Bestände sinnvoll nutzen zu können, muss sich der Familienforscher vorher über die Herrschaften und Zuständigkeiten der gesuchten Vorfahren informieren. Fachlich geschulte Archivarinnen und Archivare beraten und betreuen die Benutzer und erteilen Auskünfte.

Das Staatsarchiv Amberg unterhält in Sulzbach-Rosenberg ein Depot. Das Archiv umfasst derzeit 2,8 Millionen Archivalieneinheiten und ergibt aneinandergereiht 24 km. Aufgesucht wurde es im letzten Jahr von 209 Heimatforschern und 112 Familienforschern. Archivamtmann Erwin Stoiber hatte in mehreren Vitrinen Originale von Urkataster, Häuser- und Rustikalsteuerkataster mit Fassionen, Umschreibhefte und verschiedene Briefprotokolle ausgestellt.

Die anschließende Führung ging in das Repertorienzimmer, den Lesesaal und in die umfangreichen Magazine. Beeindruckt waren die Besucher von der Kartensammlung, insbesondere von einer Karte auf der zwei raufende Personen eingezeichnet waren, weil die Zuständigkeit der Gerichte umstritten war.

Art der Veranstaltung: 
Exkursion, Ausflug
Region/zuständiger BLF-Bereich: 
BLF-Bezirksgruppe Oberpfalz
Teilnehmerzahl gesamt: 
50 Teilnehmende