Wenn Sie als Forscher sich schon immer mal gefragt haben, warum Archivare Bestände neu ordnen, in diesem Vortrag erhalten Sie genauere Einblicke. Oft ist es lästig für Benützer, wenn in der Literatur seit Jahrzehnten genannte Signaturen zu gesuchten Archivalien auf einmal nicht mehr stimmen und die eigene (vielleicht schon kurz vor der Fertigstellung stehende) Arbeit plötzlich nochmal überprüft werden muss, weil es ein aktualisiertes Findmittel gibt.
Im Vortrag erfahren Sie nicht nur, warum Archivare seit vielen Jahren vermeintlich geordnete Bestände neu erschließen, sondern es wird auch anhand der zur Zeit laufenden Neuordnung des größten Altbestands im Staatsarchiv Augsburg, dem Hochstift Augsburg, gezeigt, nach welchen Kriterien diese vorgenommen werden. Außerdem wird demonstriert, auf welche Schwierigkeiten der Archivar bei der Erschließung von Altbeständen stößt, vor allem wenn – wie im vorliegenden Fall - kaum für die Neuordnung relevante Repertorien aus der Zeit des Alten Reichs vorhanden sind und man sich auf Zufallsfunde stützen muss, wie die Flüchtung der hochstiftischen Registratur im Jahr 1796 und die damit verbundene teilweise Auflistung der damaligen Registraturordnung.
Die "Machtergreifung" der Nationalsozialisten fand im Frühjahr 1933 nicht nur in Berlin statt. Auch auf den Dörfern waren die Nationalsozialisten stark und etablierten dort Strukturen, die in der folgenden Zeit prägend für das Leben auf dem Land werden sollten. Am Beispiel des schwäbischen Dorfes Markt wird aufgezeigt, wie die Umsetzung der nationalsozialistischen Ideologie in der Frühphase der NS-Herrschaft vonstatten ging.
Die Bezirksgruppe Schwaben des BLF hat in Kooperation mit der Eichendorff-Schule Haunstetten, dem Kulturkreis Haunstetten und dem Staatsarchiv Augsburg die Censurbücher, Schülerlisten der Werktagsschule und der Sonntagsschule digitalisiert. Zuerst gab es nur die Haunstetter Volksschule, später (nach dem 2. Weltkrieg) auch vereinzelte Hefte der Fröbel- und Pestalozzischule.