nördliches Schwaben (AIC, A, DLG, DON, GZ, NU)

Hybrid: Die Machtergreifung der Nationalsozialisten im schwäbischen Dorf Markt

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 2. Juli 2026 - 19:00
Referent: 
Felix Guffler M.A

Die "Machtergreifung" der Nationalsozialisten fand im Frühjahr 1933 nicht nur in Berlin statt. Auch auf den Dörfern waren die Nationalsozialisten stark und etablierten dort Strukturen, die in der folgenden Zeit prägend für das Leben auf dem Land werden sollten. Am Beispiel des schwäbischen Dorfes Markt wird aufgezeigt, wie die Umsetzung der nationalsozialistischen Ideologie in der Frühphase der NS-Herrschaft vonstatten ging.

Augsburg: historische Aufzeichnungen bei FamilySearch

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 9. April 2026 - 19:00
Referent: 
Marie-Luise Missel

Das Stadtarchiv Augsburg beherbergt umfangreiche Bestände für die Familienforschung in Augsburg. Mittlerweile sind viele wichtige Quellen für die Personenstandsforschung vom Mittelalter bis zur Neuzeit digitalisiert und online bei FamilySearch zu finden.

Frau Missel erläutere zunächst, was „FamilySearch“ bedeutet und warum die „Kirche der Heiligen der letzten Tage“ bereits in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts Kirchenbücher und Archivbestände digitalisiert (bzw. damals abfotografiert) hat. Genaueres kann man im GenWiki nachlesen.

Auf der Seite von FamilySearch lässt man sich zunächst kostenfrei registrieren und legt selbst den Nutzernamen und das Passwort fest. Unter dem Button „Suchen“ findet man den Unterpunkt Katalog. Nach der Eingabe eines Ortes, in diesem Fall Augsburg, klickt man am besten noch an „Online“ dann erhält man nur die online zur Verfügung stehenden Unterlagen. Das ist nicht wenig, von Archives über Kirchenbücher, Civil registration, Emigration bis zu Public records. Thema heute sind die Zivil-Unterlagen. Hier findet man acht Untergruppen, die die Referentin Punkt für Punkt erläutert. Die Geburtsscheine sind eine sehr gute Alternative, wenn beispielsweise die Kirchenbücher nicht mehr vorliegen. Ebenso verhält es sich mit den Todesfällen und den Leichenbeschauscheinen. Die Daten sind chronologisch sortiert und es gibt2keine Register. Es bedeutet also, man muss die Unterlagen durchblättern. Interessant sind bei den Totenscheinen die Angabe der Todesursache und des Wohnortes, ferner beginnen sie bereits 1810. Bei den Wohnorten stößt man auf die alten „Literabezeichnungen“. Darauf wird später noch näher eingegangen. Ein besonderer Bestand sind die Zivilstandsregister ab 1463. Die Heiratsconsens-Gesuche zeigen sehr deutlich, dass es nicht so einfach war, eine Heiratserlaubnis zu erhalten, man brauchte zahlreiche Unterlagen. Noch mehr war bei der Ansässigmachung nötig, mitunter stößt man dort auch auf Eheverträge und Heirats-Indexe. Zuletzt ging es um die Grundbuchauszüge. Hierfür werden die Litera-Bezeichnungen benötigt. Die Stadt wurde in Bereich A, B, C usw. eingeteilt und dann die Häuser durchnummeriert. Dieses System kam irgendwann aber an seine Grenzen und man begann mit den Straßenbezeichnungen und Hausnummern. Wo finde ich das Haus, das früher A 107 hieß, heute. Diese Gegenüberstellung früher und heute findet man im GenWiki. Einige Beispiele aus den Grundbuchauszügen verknüpft mit einer Familie zeigte die Referentin anhand der „Kirner-Geschichte“, einer aus Neuburg a.d. Donau gekommene Familie mit Schlossermeistern und Erfindern.Zuletzt zeigte Frau Missel Schritt für Schritt die Onlineregistrierung.
 

Augsburg: (Un)Ordnung in der Registratur des Hochstifts Augsburg oder: eine nützliche Flucht

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 5. März 2026 - 19:00
Referent: 
Dr. Claudia Kalesse M. A.

Wenn Sie als Forscher sich schon immer mal gefragt haben, warum Archivare Bestände neu ordnen, in diesem Vortrag erhalten Sie genauere Einblicke. Oft ist es lästig für Benützer, wenn in der Literatur seit Jahrzehnten genannte Signaturen zu gesuchten Archivalien auf einmal nicht mehr stimmen und die eigene (vielleicht schon kurz vor der Fertigstellung stehende) Arbeit plötzlich nochmal überprüft werden muss, weil es ein aktualisiertes Findmittel gibt.

Abschluss der Digitalisierung der Schülerlisten von Haunstetten

Die Bezirksgruppe Schwaben des BLF hat in Kooperation mit der Eichendorff-Schule Haunstetten, dem Kulturkreis Haunstetten und dem Staatsarchiv Augsburg die Censurbücher, Schülerlisten der Werktagsschule und der Sonntagsschule digitalisiert. Zuerst gab es nur die Haunstetter Volksschule, später (nach dem 2. Weltkrieg) auch vereinzelte Hefte der Fröbel- und Pestalozzischule.

Schul-Jahresbericht Augsburg Kreis-Oberrealschule 1928/1929

Langtitel: 
Oberrealschule Augsburg mit Handels= und Lateinabteilung. Jahres=Bericht für das Schuljahr 1928/29.

Schul-Jahresbericht Augsburg Kreis-Oberrealschule 1927/1928

Langtitel: 
Oberrealschule Augsburg mit Handels= und Lateinabteilung. Jahres=Bericht für das Schuljahr 1927/28.

Schul-Jahresbericht Donauwörth Progymnasium 1926/1927

Langtitel: 
Progymnasium Donauwörth. Jahres=Bericht für das Schuljahr 1926/27.

Schul-Jahresbericht Donauwörth Knaben-Institut Heilig-Kreuz 1924/1925

Langtitel: 
Knaben=Institut Heilig=Kreuz (Bürgerschule) im Cassianeum zu Donauwörth gegründet 1889. Bericht über das 36. Schuljahr 1924/25.

Schul-Jahresbericht Dillingen humanistisches Gymnasium 1929/1930

Langtitel: 
Jahresbericht des humanistischen Gymnasiums Dillingen a.d. Donau für das Schuljahr 1929/30.

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