Herr Münsterer stellte die Bestände und die Suche nach Verehelichungs- und Ansässigmachungsakten (oft kurz Ehestands- oder Ansässigkeitsakten genannt) auf FamilySearch vor. Anschaulich erklärte er, warum diese Akten angelegt wurden und wie sie eng mit dem sogenannten Heimatrecht – einem zentralen Element der kommunalen Ordnung – verknüpft waren. Dabei zeigte er die Rechte und Pflichten auf, die mit dem Heimatrecht verbunden waren, und erläuterte, wie man dieses Recht erwerben oder verlieren konnte.
Dr. Hermann Hage schilderte auf eindrucksvolle Weise die Geschichte dieser täuferischen Glaubensgemeinschaft in Bayern. Dank ihres umfassenden landwirtschaftlichen Wissens genossen sie hohes Ansehen. Als eng verbundene Familiengemeinschaft gelang es ihnen, große Höfe und Güter als Pächter erfolgreich zu bewirtschaften. Die Spuren der Amischen Mennoniten sind schwer zu finden, dennoch gibt es sie auch heute noch in Bayern.
Mennonitische Familiennamen findet man im Mennonitischen Lexikon unter www.mennLex.de.
Andreas Weinzierl erläuterte anhand von Beispielen, was in Briefprotokollen geregelt wurde und welche Informationen man daraus für die Familienforschung erhalten kann. Eine Reihe von Hilfsmitteln aus dem Internet, die man für die Transkription verwenden kann, wurden gezeigt.
Es wurde aufgezeigt, warum die Angabe einer Quelle wichtig ist und wie man mit der Software Mac Family Tree 10 die Quellen und die zugehörigen Quellenangaben organisieren kann.
Hans-Peter Alkofer zeigte auf, dass Spanien nicht nur in heutiger Zeit ein beliebtes Auswanderungsland ist, sondern, dass dies auch im 18. Jahrhundert so war. In dieser Zeit wanderten über 7000 Familien aus dem Bayerischen Wald, aus Bayern, Baden-Württemberg und der Pfalz nach Spanien aus. Dort sind auch heute noch sind die Spuren ihres Wirkens sichtbar.
Im Anschluss fand unsere Jahresabschlussfeier mit gemütlichem Beisammensein statt.