In Kooperation mit dem Heimat- und Brauchtumsverein „DER BOTe“ besichtigten 29 Interessenten die Ausstellung „Moderne Puppenmöbel von Bodo Hennig 1950-2000“ im Museum Oberschönenfeld mit Puppenhäusern, winzigen Christbäumen. „Krippen“ zeigen sieben zeittypische Räume aus fünf Jahrzehnten in Originalgröße. Wir tauchten ein in eine bunte Vergangenheit, orange Möbel und Wände, grüne Sanitärgegenstände, aber auch Barbie & Co. waren Thema der Ausstellung.
Helmut Endl, Mitglied der Bezirksgruppe Niederbayern
Herr Endl sprach über die Bedeutung der Eisenbahn bei der Erschließung Ostbayerns. Es fehlte eine West-Ost-Stecke nach Böhmen. Die Eisenbahnentwicklung in Ostbayern begann mit der Gründung der Bayerischen Ostbahngesellschaft im Jahr 1856. Innerhalb von sieben Jahren sollte die Bahn von Nürnberg über Amberg nach Regensburg, von München über Landshut an die Donau, von Regensburg über Straubing nach Passau und von der Amberg-Regensburger Linie an die böhmische Grenze gebaut werden. 1856 begann der Bau der ersten Ostbahnlinie von Nürnberg nach Passau.
Max Pinzl, Mitglied der Bezirksgruppe Niederbayern
Die Dorfpfarrer waren einst nicht nur Seelsorger, also zuständig für Gottesdienste, Sakramente und Religionsunterricht, sondern oft auch Ökonomen eines großen Pfarrhofes, den sie vorbildlich führten. Im Auftrag des Königs, der 1802 in Bayern die allgemeine Schulpflicht einführte, war jeder Pfarrer zugleich der lokale Schulinspektor und Förderer der Volksschule (vergleichbar einem Schulrat heute). Er war außerdem der Vorsitzende des örtlichen Armenrates, einem Vorläufer des Sozialamtes.
Seit längerer Zeit pflegt der BLF gute Kontakte zum Staatsarchiv München. Daraus ist auch die Kooperation zur Erfassung der Erbrechtsregister entstanden, bei der wir seit Mitte 2021 die Register zu den Nachlass- und Erbrechtsfällen erfassen. Diese Daten dienen auch uns Familienforschern und erleichtern die Suche nach entsprechenden Unterlagen.
Im Jahre 2015 feierte Gerd Müller, der populärste deutsche Fußballer aller Zeiten, „der Bomber der Nation“, seinen 70. Geburtstag. Viele Rückblicke und Dokumentationen im Fernsehen und in der Presse berichteten darüber. Auch heuer bei der Fußball-EM in Deutschland war er wieder großes Thema.
Josef Auer hat alle betreffenden Hexenprozessakten aus verschiedenen Archiven kopiert und transkribiert. Welche Erkenntnisse er daraus über die Eichstätter Hexenprozesse gewann, war Inhalt des Vortrages.
Archivar Dr. Georg Köglmeier, führte ca. 25 interessierte Personen durch die engen Räumlichkeiten. Nach einer kurzen Einführung in die Archivordnung und das Archivrecht konnten wir verschiedene historische Urkunden sehen, so zum Beispiel eine Urkunde mit der Bestätigung von Marktrechten für Abbach von 1629, ausgestellt von Kurfürst Maximilian I.
Die Bezirksgruppe Niederbayern unternahm eine Exkursion zur Gedenkstätte in Mainkofen. Dieser Besuch ermöglichte uns, sich tiefgehend mit der Geschichte der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt auseinanderzusetzen, die im 20. Jahrhundert zum Schauplatz nationalsozialistischer Verbrechen an psychisch kranken und behinderten Menschen wurde.
Bei sonnigem, warmem Spätsommerwetter trafen sich die Mitglieder der Bezirksgruppe Niederbayern zum diesjährigen Ausflug in die Glasmacherstadt Zwiesel im Bayerischen Wald. Schon auf dem Parkplatz herrschte große Freude, als sich einige Ahnenforscher zum ersten Mal persönlich begegneten – genau so soll es sein! Das Kennenlernen Gleichgesinnter ist schließlich von entscheidender Bedeutung für den Aufbau eines Netzwerks.