Kneippsches Kinderasyl 1891-1926

Langtitel: 
Kneippsches Kinderasyl 1891-1926
Jahr: 
1891 bis 1926
Beschreibung/Inhaltsangabe: 

Begleittext für die Krankenakten des Kinderasyls Wörishofen

Kurze Erläuterung der Entstehung des Projektes:
Damit der „Schatz“, der sich in diesen Akten befindet, auch ausgewertet werden kann, wurde ein Index erstellt. 
Diesen stellen wir hier online. 
Die vielen alten Krankheitsbezeichnungen überfordern die meisten Forscher, daher gibt es eine Liste mit den 
Erklärungen der Bezeichnungen. Die Akten enthalten ein umfangreiches Forschungspotential, das durch die 
Digitalisierung und dem, von uns erstellten, Index nun von der Universität Hannover ausgewertet werden kann.  

 

Geschichte des Kinderasyls: 
Das Kinderasyl wurde 1891 von Pfarrer Sebastian Kneipp gegründet, vorher gab es schon Gesundheitsvorträge, 
Badehäuser und Sprechstunden. Ab 1873 galt auch in Bayern die „Kurierfreiheit“, so kamen immer mehr 
Kurgäste nach Wörishofen. 
Das Gesundheitskonzept von Sebastian Kneipp besteht aus 5 Säulen: 
Wasser - Bewegung - Ernährung - Heilpflanzen - Lebensordnung 
Am bekanntesten ist die Wassertherapie/Wasseranwendungen, also „Kalte Güsse“, Armbad, Wickel, 
Wassertreten. 
Je nach Anwendung wirkt sie belebend, schmerzlindernd oder schlaffördernd und regt das Immunsystem an.  

 

Laufzeit der Krankenakten: 
Aus der Zeit 1891 bis 1926 sind lückenlos 27 Bände von Krankheitsakten über dieses Kinderasyl überliefert. Für 
ein spezielles Forschungsprojekt der Medizinische Hochschule Hannover hatte die Bezirksgruppe Schwaben des 
BLF im Herbst 2023 seine Unterstützung angeboten.  
Zum einen war es die Übernahme der umfangreichen Scan-Aktion: das Scanteam des BLF: Sabine Scheller, 
Daniela Hölzle, Margret Ottner, Marianne Schrag, Anton Zott und zwei Studentinnen, die ihre Bachelorarbeiten 
über die Krankenakten schrieben.  
Zum anderen war es die Unterstützung bei den Transkriptionen und die Erstellung eines Index. Die Erarbeitung 
übernahmen Katharina Häusler, Sabine Scheller, Marianne Schrag und Ruth Weinberger. Erfasst wurden die 
Seitenzahl, Namen, Herkunftsort, Land, Diagnosen, Anreise und Abreise sowie in den 20er Jahren den 
„Entsender“.  
Im Gegenzug haben BLF-Mitglieder Zugriff zu den Akten.  

 

Was bieten diese Bücher für die Familienforschung?  
Genannt werden neben den Daten der Kinder auch die Angabe der Eltern, die Herkunft und die Anamnese 
(Eltern gesund, krank oder verstorben, Anzahl Geschwister, wieviele sind gesund, krank oder verstorben) und 
die medizinische Vorgeschichte (frühere Krankheiten), die zum Aufenthalt in Wörishofen führte. Die 
Aufenthaltsdauer reichte von wenigen Tagen bis zu 14 Jahren! Die Kinder kamen aus ganz Europa (Schweden, 
Norwegen, Dänemark, Böhmen, Schlesien, Westpreußen, Kroatien, Sizilien, aber auch die USA, Guatemala oder 
Russland sind vertreten. Nicht immer steht das Ergebnis des Aufenthaltes dabei, diese reichen von „Status 
idem“, also unverändert bis zu geheilt. Aber es gab auch Kinder, die dort verstorben sind. Zu finden sind auch 
Kinder, die im Rollstuhl kamen und nach Hause laufen konnten, oder nur mit viel Mühe und Hilfe stehen 
konnten und dann alleine stehen und gehen.  

 

Veröffentlichung: 
Veröffentlicht wird hier nur der Index, die Digitalisate können auf dem digitalen Arbeitsplatz in Augsburg 
eingesehen werden. Hintergrund sind die persönlichen Angaben, Familieninternas, die auch heute noch bei 
vielen Angehörigen zu Problemen führen könnten. Gerade genetisch bedingte Erkrankungen wie Debilität oder 
Epilepsie oder auch schlechte Familienverhältnisse, z.B. verwahrloste Kinder, kommen immer wieder vor, und 
das möchte man nicht unbedingt im Internet finden. Die Wahrung der Persönlichkeitsrechte steht für uns im 
Vordergrund! Bei berechtigtem Interesse werden einzelne Personenakten für den Eigengebrauch nur an 
Mitglieder herausgegeben. 

Digitalisat: Datenmenge: 
1,0 MB
Digitalisat: Status Zugänglichkeit: 
Digitalisat ist auf www.blf-online.de zugänglich (für die Allgemeinheit)
Digitalisat: Status Volltextsuche: 
Digitalisat ist im Volltext durchsuchbaroriginär durchsuchbare PDF-Datei