Religion, Religionsgeschichte

Online: 18. Niederbayern Stammtisch: Die Altbayerischen Dorfpfarrer im 19. Jahrhundert

Veranstaltungstermin: 
Mittwoch, 15. Februar 2023 - 19:00 bis 21:00
Referent: 
Dr. Stefan Trinkl

Der Dorfpfarrer war im 19. Jahrhundert, neben seiner Tätigkeit als Seelsorger, vor allem Ökonom. Er sollte in dieser Funktion ein Vorbild für das Dorf sein. Der Begriff "Pfarrhof" erzählt auch heute noch von der einstigen Pfarrökonomie, die dem Pfarrhaus angeschlossen war.

Er übernahm im 19. Jahrhundert jedoch noch eine Reihe weiterer Aufgaben. So war er vielerorts ein wichtiger Förderer des lokalen Elementarschulwesens, das nach der napoleonischen Unruhezeit eines grundlegenden Aufbaus bedurfte. In der Regel übernahm ein Pfarrer auch die wichtige Funktion des Schulinspektors. Mit dem aufkommenden Historismus des 19. Jahrhunderts agierten viele Dorfpfarrer auch als Historiker. Durch Recherchen in den Archiven der Pfarrhöfe entstanden so aus priesterlicher Hand erste Dorfchroniken, die mancherorts auch heute noch wichtige Grundlagenwerke für Heimatforscher darstellen. Als Mitglieder der neu gegründeten lokalen Historischen Vereine bildeten die Seelsorger auf dem Land häufig einen beträchtlichen Anteil deren früher Förderer.

Online: Wunder über Wunder: Mirakelbücher im Digitalen Archiv des Erzbistums München und Freising

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 27. Oktober 2022 - 18:30
Referent: 
Dr. Roland Götz, stv. Direktor von Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising

Mirakelbücher stammen aus Pfarreien, in denen Wallfahrten bestanden. Zahlreiche Menschen pilgerten dorthin, um an den Reliquien von Heiligen oder vor ihrem Bildnis um Fürsprache bei Gott in verschiedensten Anliegen zu bitten oder um ihnen für erfahrene wunderbare Hilfe zu danken. Gläubige, die überzeugt waren, dass ihre Gebete erhört worden waren, meldeten dies den Geistlichen des jeweiligen Wallfahrtortes. Diese Geschichten wurden handschriftlich in den Mirakelbüchern aufgezeichnet und bieten eindrucksvolle Schilderungen der Sorgen und Nöte des früheren Lebens.

Luther in Oberbayern? Kirchliches Leben zur Zeit der Reformation. Eine Begegnung mit Archivalien aus dem Archiv des Erzbistums München und Freising

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 4. Mai 2017 - 18:00
Referent: 
Dr. Roland Götz, Archivoberrat i.K., Kirchenhistoriker

Oberbayern gilt als betont katholische Region. Doch im 16. Jahrhundert gab es auch hier Sympathien für Martin Luther und seine Lehre. Allerdings beschlossen die bayerischen Herzöge schon früh für sich selbst und für ihre Untertanen den Verbleib bei der alten Kirche. Herzöge und Bischöfe setzten diese Entscheidung mit weltlichen und geistlichen Mitteln durch. Zugleich bemühten sie sich um eine Erneuerung des kirchlichen Lebens.

Die Einführung der Reformation in der Grafschaft Oettingen

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 2. März 2017 - 19:00
Referent: 
Gerhard Beck

Gerhard Beck, Archivar auf der Harburg, begann mit der Vorstellung der Schriften aus den letzten 200 Jahren zum Thema „Reformationsgeschichte in der Grafschaft Oettingen“. Zunächst befasst er sich mit der Geschichte der Grafschaft Oettingen ein. Es gibt drei Linien: Oettingen-Oettingen, Oettingen-Wallerstein, Oettingen-Spielberg. 1517 wurde die Grafschaft geteilt: Wolfgang der Schöne zu Oettingen und sein Vetter Joachim zu Oettingen-Wallerstein starben 1522 bzw. 1520. Wolfgangs Söhne Karl-Wolfgang (Oettingen) und Ludwig der XV. (Harburg) führten zwei Linien fort.

Die Geschichte der Barmherzigen Schwestern, 150 Jahre Mutterhaus in Augsburg

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 4. Februar 2016 - 19:00
Referent: 
Hildegard Zellinger-Kratzl

Unser Mitglied Frau Zellinger-Kratzl ist die Archivarin bei den „Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz v. Paul“ (BS) und hat ein Buch über die Ordensgeschichte und das Mutterhaus in Augsburg geschrieben.

Evangelische Pfarrer als Vorfahren

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 2. Juli 2015 - 19:00
Referent: 
Manfred Wegele

Der Referent zählt zahlreiche evangelische Pfarrer des 16. und 17. Jahrhunderts zu seinen Vorfahren. Darunter gab es einige interessante Persönlichkeiten, die entweder als Reformatoren gewirkt haben oder in der schrecklichen Zeit des Dreißigjährigen Krieges unerschrocken ihren Dienst taten.

Mehr als Matrikeln - Personengeschichtliche Quellen im Diözesanarchiv

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 15. Januar 2015 - 16:30
Referent: 
Dr. Roland Götz, Archivoberrat i.K., Archiv des Erzbistums München und Freising

In kirchlichen Archiven gibt es für Familienforscher neben den Pfarrmatrikeln noch andere Quellengattungen, die zwar nicht so seriell und flächendeckend wie diese sind, jedoch Vertiefungen und Perspektiven bieten können, die von den Matrikeln so nicht zu erwarten sind.

Die Salzburger Exulanten auf dem Weg in eine neue Heimat

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 3. April 2014 - 19:00
Referent: 
Monika Nauy

Frau Nauy, eine gebürtige Augsburgerin und u.a. Kirchenführerin in St. Anna und St. Ulrich, ging kurz auf die geplante Führung in St. Anna beim Großen Stammtischtreffen am 03.05.2014 mit. Sie erläuterte, dass sie bei den Führungen immer wieder auf Genealogen trifft, selbst aber nicht viel zu ihren Vorfahren weiß.

Exulanten im Ries und in Nordschwaben – neue Erkenntnisse über die Glaubensflüchtlinge im 17. Jahrhundert

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 7. Februar 2013 - 19:00
Referent: 
Gerhard Beck

Als Exulanten werden die Glaubensflüchtlinge des 16. bis 18. Jahrhunderts bezeichnet. Es sind vor allem die Protestanten gemeint, die aufgrund der Gegenreformation ihre Heimat vor allem in Österreich oder Frankreich verlassen mussten. Im Nördlinger Ries hat die Erforschung der Geschichte dieser Exulanten eine mehr als hundertjährige Tradition. Zunächst ging er auf die grundsätzlichen Punkte der Reformation und Gegenreformation ein.

Die Hugenotten in Bayern

Veranstaltungstermin: 
Donnerstag, 13. März 2008 - 0:00
Referent: 
Burkhard von Roell

Herr von Roell erweiterte das Thema des Abends zu Anfang auf die Geschichte der Hugenotten allgemein und erläuterte die allgemeinen Hintergründe und die historischen Abläufe der Abwanderung der Hugenotten aus Frankreich. Er stellte die Schwerpunkte der Wanderwege der Hugenotten zu ihren neuen Ansiedlungsorten dar wie auch die bedeutsamen Leistungen für die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung ihrer neuen Umgebung. Auch die Probleme der Hugenotten mit den Lutheranern wurden angesprochen und kurz auf die Geschichte der eigenen Familie eingegangen.

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