Nicht alle Vorfahren Regensburger Bürger stammen aus der Stadt an der Donau. Vom 16. bis 18. Jahrhundert mussten Protestanten ihre Heimat in Österreich wegen ihres Glaubens verlassen. Auf ihrem Weg donauaufwärts bis in die Gegend um Nürnberg und weiter siedelten sich nicht wenige in der evangelisch geprägten Reichsstadt Regensburg an. Die Bedeutung der Exulanten aus Österreich für das religiöse und kulturelle Leben in der neuen Heimat würdigte der Vortrag von Prof. Dr. Eberhard Dünninger.
Frau Weber, die auch an der Gestaltung der Ausstellung "Grenzen überschreiten - Bayern und Salzburg 1810 bis 2010" beteiligt war, berichtete über die wechselvolle Geschichte des Rupertiwinkels in der Zeit der Napoleonischen Kriege. Nach der Säkularisation 1803 wurde das geistliche Fürstentum Salzburg (zu dem der heutige Rupertiwinkel gehörte) aufgehoben und in das Kurfürstentum Salzburg unter dem Habsburger Kaisersohn Herzog Ferdinand von Toskana umgewandelt. Das Kurfürstentum Salzburg kam 1805 an den österreichischen Kaiser Franz I.
Die gravierenden Umwälzungen in Bayern und Salzburg während der Napoleonischen Kriege und deren Folgen.
Als Führer der beiden Gruppen standen unser Mitglied Herr von Chamier-Gliczinski (der auch Schriftführer des Historischen Vereins Rupertiwinkel ist) und sein Kollege Herr Schuck bereit.
Es begann vor dem 790 zum ersten Mal erwähnten Schloss, das Erzbischof Wolf Dietrich 1607 neu bauen ließ und hundert Jahre später zur Landesfürstlichen Residenz Salzburgs wurde. Später wurde es u. a. mit dem Wappen des geizigen Salzburger Erzbischofs Hieronymus Graf Colloredo (1772-1803) verziert, der als der erste moderne Herrscher im Geiste der Aufklärung gilt. Er ernannte Mozart zum besoldeten Konzertmeister.
Der Referent merkte an, dass seine Beschäftigung mit dem Thema auf eine Bitte von Herrn Trurnit zurückgehe und nicht auf eigene Betroffenheit. Zunächst wurde von ihm das geschichtliche Umfeld der Reformation und der darauf folgenden Gegenreformation umrissen und die zugehörige Rechtsentwicklung im Heiligen Römischen Reich bis zum Westfälischen Frieden dargestellt. Entstehung und Verbreitung des Protestantismus im geistlichen Fürstentum Salzburg wurden näher beschrieben und die Maßnahmen zur Rekatholisierung beleuchtet.
Vereinsausflug nach Burghausen zur Bayerischen Landesausstellung 2012 - Verbündet Verfeindet Verschwägert – Bayern und Österreich mit Besichtigung der Altstadt.
Am 12. Juli 2012 fuhren wir um 9:30 Uhr vom Alten Botanischen Garten im Zentrum von München in Richtung Burghausen. Wettergott und Verkehrslage spielten mit. Der Bus war bis auf wenige Plätze besetzt. Leider hatten einige Vereinsmitglieder wegen Krankheit kurzfristig absagen müssen.