Bayerisches Friedhofsprojekt

Kurzbeschreibung: 
Fotografische Dokumentation von Friedhöfen, EDV-Erfassung der Grabstein-Daten sowie von Epitaphien und (Krieger-)Denkmälern
Beschreibung: 

Das Ziel dieses Projektes ist die Dokumentation der Friedhöfe. Immer mehr Gräber werden aufgelöst, die Liegezeiten werden immer kürzer. Mit den alten Gräbern verschwindet auch ein Stück Kulturgut. Ist ein Grab erst einmal aufgelöst, geraten auch die Personen, die dort liegen in Vergessenheit. Mit den Fotos wird ein Stück Friedhofskultur festgehalten. Man stellt fest, kein Friedhof gleicht einem anderen. Es gibt Friedhöfe mit strengen Regeln, z. B. nur weiße Steine, fast ausschließlich Einzelgräber, oder alle Verstorbenen werden der Reihe nach bestattet, also 1990, 1991 usw. Auch Friedhöfe unterliegen einer Mode und sind regional unterschiedlich gestaltet, nicht nur der Grabstein, auch die Grabgestaltung. Zunehmend werden Urnengräber bereitgestellt, sei es als Erdgrab, Grabstelen oder in einer Grabwand.

Der zweite Aspekt für Familienforscher sind die Daten auf den Grabsteinen. Da diese Inschriften veröffentlicht sind, fallen sie nicht unter Datenschutz und können verwendet werden. Die Bilder werden in der Bibliothek des BLF-Bezirksgruppe Schwaben archiviert. Die Daten werden ebenfalls archiviert und z. B. auf der BLF-DVD 2012 veröffentlicht.

Jeder ist eingeladen, "seinen" Friedhof zu fotografieren. Auch alte Friedhofsbilder und Sterbebilder sind wichtig zu digitalisieren und archivieren. Damit es möglichst einfach wird und nicht viel Zeit beansprucht, hier einige Tipps und Tricks:

  • Am besten mit einer Digitalkamera fotografieren, mit möglichst hoher Pixelzahl (mindestens 3 Megapixel, da beim Abschreiben der Daten ein Bild oft vergrößert werden muss).
  • Gesamtaufnahme des Grabes (Grabstein plus Bepflanzung), bei Pflanzen, die die Inschriften verdecken oder wenn die Inschriften schlecht zu lesen sind, z. B. verwittert, bitte Detailaufnahmen machen. Bei manchen Gräbern stehen auch Daten auf der Grabsteinrückseite. So mancher Grabstein wurde früher einfach umgedreht, oder vorne steht nur Familie Müller, alle Namen und Daten stehen auf der Rückseite. In manchem Grab liegen Zusatzplatten mit Daten z.B. von verstorbenen Kindern.
  • Die Gräber Reihe für Reihe fotografieren, Feld für Feld. Das erleichtert das spätere Nachschauen, wenn man etwas nicht lesen kann.
  • Übersichtsaufnahmen von Grabreihen, des gesamten Friedhofes und der Kirche oder Friedhofskapelle gehören ebenso dazu wie das Kriegerdenkmal, Gedenksteine (z. B. nach Unfällen) sowie die Epitaphien und alten Grabplatten in der Kirche, an der Friedhofsmauer oder an der Außenseite der Kirche.
  • Auf manchen Friedhöfen gibt es eine Ecke für alte Grabsteine, ferner findet man bei Steinmetzbetrieben alte Grabsteine. Auch hier lohnt das Fotografieren.
  • Günstigste Zeit zum Fotografieren ist am Vormittag, da die Friedhöfe meist in Ost-West-Richtung ausgerichtet sind und man nachmittags gegen das Licht fotografieren muss. Da im Frühjahr naturgemäß weniger Bewuchs ist, geht das Fotografieren erheblich schneller als im Herbst. Günstig ist auch die Zeit kurz nach dem Anpflanzen oder im Winter (ohne Schnee). Aber natürlich hat jede Jahreszeit ihren Reiz.
  • Schwierig zu fotografieren sind spiegelnde Grabsteine, meist sind die Schriften am ehesten zu lesen, wenn man seitlich fotografiert.
  • Die Bilder nicht mit den Namen der Gräber beschriften. Da beim Eingeben der Daten häufig noch auf dem Friedhof nach Grabinschriften geschaut werden muss, ist es einfacher, wenn die Bilder der Reihe nach sortiert und nummeriert sind.

Die Daten werden in eine Excel-Datenbank eingegeben. Sie können es selbst machen, müssen es aber nicht. Eine Vorlage kann angefordert werden, auch dafür gibt es Regeln, die die Nutzung vereinheitlichen und die Veröffentlichung erleichtert. Die Bilder und die Datei entweder auf CD/DVD brennen und an Frau Scheller schicken oder z.B. bei einem Vereinsabend übergeben. Die Exceldatei kann auch per Mail an Frau Scheller geschickt werden.

Eingaberegeln:

  • Bilder am Einfachsten alle markieren, rechte Maustaste auf Umbenennen gehen und den Ort eingeben, die Zahlen macht das Programm automatisch. In der Spalte Bildnummer dann nur die Zahl eingeben. Die Bilder brauchen nicht den „Grabnamen“ enthalten. Bei großen Friedhöfen ist eine Sortierung nach Feldern günstig. Falls der Friedhofsplan verfügbar ist, kann man auch die Grabnummer ergänzen (neue Spalte mit Grabnummer einfügen).
  • Postleitzahl ein Leerzeichen und dann den Ort schreiben
  • Datum immer 8-stellig also z. B. 01.11.1968 oder 00.00.1968, in der Datumspalte keine Buchstaben also z. B. 05.Mai1968 oder 01.12.1945 Augsburg
  • In der Spalte Sonstiges kann man z.B. ergänzen: Holzkreuz mit Sterbebild, oder Ergänzung aus der Todesanzeige oder Ergänzung durch S. Scheller Autounfall, Mordopfer, geb. Huber usw.…..
  • Inschriften auf dem Grabstein immer bei allen Verstorbenen eintragen (über Spalte ausfüllen nach unten kopieren) die auf dem Stein stehen eingeben, werden sonst auf der DVD nicht angezeigt.
Ansprechpartner: 

Sabine Scheller, Tel. 0831/585 99 27, E-Mail: Sabine.Scheller@t-online.de

Projekt-Beginn (Jahr): 
2005
Projekt-Zuordnung: 
Projekt-Status: