Bestand an Münchner Stadt-Adressbüchern

In der Bibliothek des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde in München befinden sich folgende Münchner Stadtadressbücher:

  • 1835
    Dieses Adressbuch hat kein alphabetisches Namensregister der Einwohner, aber viele interessante Eintragungen, u. a.: Genealogie des königlichen Hauses, Einteilung der Stadt in Viertel und Vorstädte, Mitarbeiter des Hofstaates seiner Majestät des Königs, Mitarbeiter des Hofstaates Ihrer Majestät der Königin, Mitarbeiter des Hofstaates der Prinzen und Prinzessinnen, und der Königin Witwe Caroline und einiger anderen Mitglieder des Königshauses, Hohe fremde Gesandtschaften am königlichen Hofe, Die Namen des königlichen Staatsrates, Minister und Mitarbeiter des Staatsministerium des königlichen Hauses und des Äußeren und von einigen weiteren Staatsministerien, Namen der Generalität und Offiziere der Garnison München und der Landwehr München, Mitarbeiter der Kreisregierung, Mitarbeiter des Kreis- und Stadtgerichts, Mitarbeiter des Wechsel- und Merkantil-Gerichts, Mitarbeiter der Polizeidirektion (bis zum Offizianten), Magistrat der Stadt - vom Bürgermeister - Magistratsräte - Gemeindebevollmächtigte - Distriktsvorsteher - Beamte bis zu den Angestellten verschiedener städt. Einrichtungen, Die Namen der Geistlichkeit der Stadt Beschäftigte in der Wissenschaften, der Künste und im öffentlichen Unterricht Professoren, Dozenten und Angestellte der Ludwigs-Maximilians-Universität, Vorstand und Lehrer der Polytechnischen Centralschule Elementar- und Industrie- Lehrer und Lehrerinnen, Namen vieler Künstler, Verzeichnis der ordentlichen Mitglieder des Handlungsgremiums, der Börse besuchenden Mitglieder und der beeidigten Wechsel- und Waarensensalen Handels- und Gewerbeleute, alphabetisch nach Berufen Erwerbsarten, auf den Grund magistratischer Licenz-Scheine (u. a. Gesundheitskaffee-Verfertiger, Maibüsche-Verfertiger); Lokalitäten der königlichen Civilstellen, der Militärstellen, der geistlichen Geschäftsstellen, der städt. Behörden, der Anstalten für Wissenschaft, Unterricht und Kunstsammlungen; Hauseigentümer in alphabetischer Ordnung der Straßennamen.

Zwei weitere Stadtadressbücher stammen aus dem 19. Jahrhundert:

  • 1845 und 1850

Die drei Bände von 1835, 1845 und 1850 haben ein kleines Format und sind gut ausleihbar.

Zwölf weitere Stadtadressbücher stammen aus dem 20. Jahrhundert:

  • 1943
  • 1947
    Von diesem Nachkriegsband sind zwei dünne große Bände vorhanden, die folgendes beinhalten: 1. Teil: Behördenverzeichnis; 2. Teil: Namensverzeichnis der Firmen, Genossenschaften, Handels- und Gewerbetreibende u. freiberuflich Tätige; 3. Teil: Branchenverzeichnis
  • 1974
  • 1975
  • 1976
  • 1981
  • 1982
  • 1984
  • 1986
  • 1988
  • 1989
  • 1990

Die aufgeführten Bände von 1974 bis 1990 (mit Lücken) bekam der Bayerische Landesverein für Familienkunde von seinem bereits verstorbenen Ehrenmitglied Anton Gottschaller, der viele Jahre in der Adressbuchverlagsgesellschaft Ruf gearbeitet hatte.

In der Handbibliothek des Vereins steht auch das "Häuserbuch der Stadt München". Die vier Bände beinhalten die Namen der Hausbesitzer innerhalb der alten Stadtmauern im Graggenauer-, Hacken-, Anger- und Kreuz-Viertel von Beginn der Aufzeichnungen bis 1939. Der fünfte Band ist das Namenregister der Hausbesitzer.

(Karin Härtl)